Nachlese 39. Jahresausstellung „die Arche“

Vom 16. bis 23. Oktober 2011 fand die 39. Jahresausstellung der Künstlervereinigung „die Arche“ in Beverstedt statt. 50 Künstler zeigten dort rund 500 Exponate, die wie immer aus vielen Disziplinen kamen und hohen Ansprüchen genügten.

Über 2000 Besucher konnten in der einen Woche gezählt werden, viele Werke fanden neue Besitzer. Für Rolf Wittig war es die erste Ausstellung als neuer Vorsitzender, seine Aufgaben bewältigte er mit Bravour.

Für Ilona Weinhold-Wackernah war es die zweite Teilnahme als Gastausstellerin und aufregend wie bei der ersten Ausstellung. Von zwölf eingereichten Werken wurden von der kritischen Jury vorab sieben in die Ausstellung aufgenommen – ein guter Wert. Das schönste kam aber hinterher, als Rolf Wittig ihr mitteilen konnte, das sie als Vollmitglied in die freie Künstlervereinigung „die Arche“ aufgenommen wurde.

LebeDeineKunst.de

Vor einigen Wochen entdeckte ich diese Website. Zuerst dachte ich, noch eine von diesen Fotogalerie Sites, wo man seine Fotografien anbieten soll. Doch der Titel „Lebe Deine Kunst“ machte mich ein wenig neugierig. Denn Kunst verkaufen ist ja nicht leicht.

Was wird dort geboten?

Es gibt kostenlose Basis-Konten und kostenpflichtige Pro-Konten. Die Basis-Konten sind arg eingeschränkt: Man kann sich nur 1 Galerie anlegen und nur 5 Fotos/Kunstwerke präsentieren. Und zum Verkauf anbieten geht auch nicht. Vom Verkauf soll man übrigens 100% ausbezahlt bekommen. Das Design der Galerie ist ansprechend und modern. Einzig im Konto ist die Schrift manchmal deutlich zu groß gewählt, als wären wir Alle ohne Brille hilflos. Ich bin mit einem Basis-Konto angefangen. Galerie anlegen (die dient wohl zur Gruppierung von Bildern), Bilder hochladen und Beschriften. Ein Ankreuzfeld für den Verkauf markieren und den Verkaufstext fürs Bild eintragen. Später sehe ich, das ich mit meinem Basis-Konto ja gar nicht verkaufen kann. Naja. Mit einem Pro-Konto geht das und solch ein Konto gibt es ab 7 Euro/Monat für ein 3-Monats-Abo runter bis 5,95 Euro/Monat für einen 24-Monats-Vertrag.

Schön und zeitgemäß finde ich die vielfältigen Verlinkungsmöglichkeiten. Facebook, Flickr, Twitter, XING und die eigene Homepage sind in den Grundeinstellen zum Profil eintragbar und werden für Jeden sichtbar auf der Profilseite zum Künstler als hübsche Buttons angezeigt. In Facebook wurde auch eine automatische Nachricht eingetragen, das ich jetzt auf LebeDeineKunst.de zu finden bin.

Wie geht es weiter?

Kaum hatte ich meine fünf Bilder hochgeladen, bekam ich schon die ersten „Gefällt mir“ Klicks. Schön, dachte ich, da passiert ja was. Und ich bekam sogar einen geschriebenen Kommentar. Das ist der Community-Gedanke. Doch mit Communities habe ich so meine Probleme, ist nicht mein Ding. Ich hab’s erstmal mitgenommen und ein wenig genossen. Immerhin erhielt ich in den ersten zwei Tagen so 7 positive Rückmeldungen zu meinen Motiven. Vielleicht hilft’s ja bei der Verbreitung meiner Motive.

Vorgestern eröffnete ich dann für meine Frau ein eigenes Basis-Konto. Fünf geeignete und repräsentative Fotografien aus ihrem Portfolio ausgewählt und hochgeladen war schnell getan. Das Beschriften dauert ja immer etwas länger, doch am Abend waren wir damit fertig. Und auch  hier wurden schon wenige Stunden nach dem Veröffentlichen der Fotos die ersten Bewertungen und Kommentare abgegeben. Das erinnerte mich ein wenig an die Erfahrungen mit meinem Konto. Sollte da vielleicht eine Masche hinter stecken? Meine Frau bekam so binnen 24 Stunden 6 positive Bewertungen und einen Kommentar. Die siebte E-Mail war dann ein Hinweis auf das Pro-Konto, mit dem man ja noch viel mehr machen kann.

Wenn das also von den Betreibern absichtlich herbeigeführte Aktionen sind, dann finde ich das nicht lauter und wäre sehr enttäuscht. Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat, kann das ja hier mal als Kommentar posten.

Doch dann kam die Ernüchterung

Aufgeschreckt wegen der auffälligen Bewertungen nach dem Veröffentlichen der Fotos durchstöberte ich die Galerien der anderen Künstler. Fast alle Portfolios, die ich so aufrief, waren Pro-Konten. Nicht ein Basis-Konto wurde angezeigt. Viele Bilder wurden so auch zum Kauf angeboten, was ja mit dem Pro-Konto möglich wird. Doch irgendwie störte ich mich an den Preisen. Nicht das die zu hoch oder niedrig waren, die Währung störte mich: Credits. Was sind denn Credits? Tatsächlich wird hier das vollmundige Versprechen, man bekäme 100% vom Verkaufserlös, irgendwie umgangen. Ich hatte angenommen, ich verkaufte mein Bild direkt an den Kunden. In den FAQs steht dann: Credits sind eine virtuelle Währung und man bekommt die Credits, die eins zu eins einem Euro entsprechen, erst ab 100 Credits Kontostand kostenfrei ausgezahlt. Hat man weniger verkauft und so weniger als 100 Credits/Euro auf seinem Konto und möchte die trotzdem ausbezahlt bekommen, kostet es 10 Euro Gebühr. Viele bieten ihre Bilder als digitale Daten für 10 Euro für eine Verwendung im Web an und müssten so erstmal 10 Stück zu dem Preis verkaufen. Der Betreiber, die LDKunst GmbH, wird hier also zum Treuhänder und verwaltet das Künstlerguthaben bis zur Auszahlung. Schlimmer noch für den Käufer: der muss Credits kaufen, bevor er damit Bilder kaufen kann und die gibt es nur in 4 Paketen zu kaufen. Über die Anzahl der Credits in einem Paket schweigt sich die FAQ aus. Der Käufer muss so eventuell viel mehr Credits kaufen, als er für den Kauf eines Bildes braucht.

Da kommen schlimme Befürchtungen auf

Die Betreiberfirma LDKunst GmbH ist eine GmbH. Ohne irgendwelche Unterstellungen vorzunehmen, aber bei einem Versprechen, der Künstler bekäme 100% Verkaufserlös ausgezahlt, warum führt die LDKunst GmbH dann das Inkasso durch? Würde sie selbst einen Kostenaufwand prozentual vom Erlös für den Betrieb der Website und für das Inkasso einbehalten, wäre das Inkasso nachvollziehbar. Aber so? Was passiert, wenn 100 Künstler dort ein Konto mit 90 Euro Guthaben hätten, immerhin 9.000 Euro, und die GmbH ginge Konkurs? Das mag man sich gar nicht ausmalen.

Meine Schlussfolgerung

Nach einigen Tagen intensiver Beschäftigung mit LebeDeineKunst.de stellt sich mir die Frage, nach dem Sinn und Nutzen. Die Künstler-Portfolios, die ich mir angesehen habe, waren allesamt Pro-Konten und man konnte von den Künstlern nur digitale Daten(!) kaufen. Ich habe auch Fotografien, die ich gerne als Kunstwerke verkaufen möchte, doch dann bitteschön als sauber ausgeführte Kunstdrucke und niemals käme ich auf die Idee, meine Kunst in digitaler Form wegzugeben. Vielleicht bin ich aber auch nur altmodisch. Sollten die überwiegende Anzahl an Künstlern dort ihre Bilder nur digital verkaufen wollen, so wäre der Titel LebeDeineKunst doch obsolet und die Galerie nur eine weitere Fotovermarktungsplattform.

Das treuhänderische Handeln von LDKunst GmbH hinterlässt bei mir ein komisches Gefühl. Ich kann die Absichten, die dahinter stehen, nicht nachvollziehen. Das ergibt für mich keinen Sinn, eher nur deutlichen Kostenaufwand für LDKunst GmbH. Nur warum soll die LDKunst GmbH dies tun, welche Absicht verfolgt sie damit. Eigentlich sollte ihr der Verdienst mit den Pro-Konten ausreichen.

Vielleicht überdenkt die LDKunst GmbH ihr Konzept ja noch mal und macht deutlicher, was sie denn wirklich will.

Exklusive Prints bei Imaging Services

Heute habe ich erstmals auf http://www.posterdruck.biz ein exklusives Angebot von einer Künstlerin eingestellt. In der linken Seitenleiste steht ganz oben ab sofort immer ein Motiv, das mit einer knappen Beschreibung des Angebots direkt zur Seite bzw. dem Produkt der Künstlerin/des Künstlers verlinkt. Bestellt wird direkt auf der Künstlerseite.

Das Exklusivangebot wird wöchentlich wechseln. Jede Woche also ein neues Exklusivangebot. Gerne nehme ich weitere Kunstwerke von Ihnen in das Exklusivangebot auf. Schreiben Sie mir dazu über das Kontaktformular oder rufen Sie mich einfach an.

Ein Kunstwerk sollte ein künstlerisch wertvolles Werk darstellen. Gedruckte Werke sollten nur auf hochwertigen Papieren/Leinwänden mit langlebigen Tinten erstellt worden sein. Eine Angabe sollte erfolgen. Versenden Sie möglichst keine mit Glas gerahmten Kunstwerke, das Glas wird beim Versand sicher zerbrechen. Sie müssen nicht, dürfen aber gerne, die Drucke von mir ausführen lassen. Die Druckauflage sollte unbedingt limitiert sein und jeder Druck sollte eine eindeutige Nummer aufweisen.

Ich freue mich auf eine rege Teilnahme.