Apples iPad – Top oder Flop. Eine subjektive Einschätzung.

Lange rankten Gerüchte um das Tablet von Apple, die Gerüchtesites überschlugen sich mit Spekulationen. Nun ist es vorgestellt. Ich möchte Ihnen eine ganz und gar subjektive Einschätzung aufzeigen, meine Meinung, wie ich das iPad im Einsatz vorstelle. Und meine Einschätzung ist aus der Sicht eines Fotografen, von jemandem, der sich der feinen Fotografie verschrieben hat, dem Fotokunstmarkt.

Ein Blick auf mein iPhone, wie ich es benutze und was mir fehlt, gibt mir schon erste Hinweise, was ich vom iPad erwarte und wo ich Einsatzgebiete sehe. E-Mails mit dem iPhone verwalten macht keine Probleme. Im Web surfen eigentlich auch nicht. Meine Foto Editionen sind natürlich auch auf dem iPhone und ich zeige die Fotos gerne und oft. Aber Fotos können nicht groß genug gezeigt werden, sowas ginge auf dem iPad bestimmt besser – der größere Bildschirm macht es möglich. Und so können auch gleich mehr als nur ein Zuschauer die Bilder sehen, eine kleine Runde sollte möglich sein. Und solch eine Bildpräsentation hinterlässt bestimmt noch mehr Eindruck, obwohl die von meinem iPhone auch  immer anerkennende Blicke hinterlassen. Es macht einfch Spaß mit dem iPhone und mit dem iPad bestimmt nocht mehr.

Aber das allein rechtfertigt noch kein iPad. Als Fotograf bin ich oft unterwegs. Und für unterwegs wünsche ich mir schon länger eine kleine Fotoverwaltung. Ein MacBook war mir immer zu sperrig und zu teuer. Jede Überlegung in Richtung MacBook waren immer ein Disaster, denn wenn ich mir schon einen tragbaren Computer kaufe, möchte ich ihn auch gut nutzen können. Meine Fotos verwalte ich mit Apple Aperture, doch das ist sehr anspruchsvoll. Das kleinste MacBook wäre womöglich eine Qual, wenn Aperture darauf laufen sollte. Mehr Rechenleistung wäre gefragt und schon komme ich immer wieder in meinen Überlegungen beim großen MacBook mit 17 Zoll Bildschirm an. Aber größer bedeutet auch schwerer, unhandlicher und teurer. Deshalb blieb es immer bei den Überlegungen, einfach weil  ich mich nicht entscheiden konnte.

Gesetzt den Fall, ich könnte meine RAW Fotodateien unterwegs auf dem iPad speichern, ansehen und wenigstens mit Notizen versehen, das wäre toll. Und wenn ich dann zuhause  das alles wieder in Aperture importieren könnte, das wäre fantastisch. Eine Bildverwaltung ist ja schon drin, im iPad. Wenn die kompatible mit iPhoto oder besser mit Aperture ist, dann habe eine weitere Einsatzmöglichkeit gefunden.

Fotovorführungen mit einem Beamer kamen für mich bisher eigentlich nie in Betracht. Auch weil einfach kein Bedarf bestand. Aber wer öfter Fotografien einem größeren Kreis zeigen muss, wird eine solche Funktion im iPad sicher benutzen können. Aber ob das mit dem iPad möglich ist? Warten wir ab.

Gerade im Urlaub mal seine Gedanken aufschreiben, das habe ich mir mit dem iPhone immer verkniffen. Obwohl es auch für das iPhone entsprechende Apps gibt, ist mir die kleine Tastatur doch nicht geeignet, längere Texte damit zu tippen. Mit dem iPad kann sich das ändern. Und da ich daran auch eine externe Tastatur anschließen kann, steht dem nichts entgegen.

Was das iPad aus meiner Sicht unbedingt haben muss, ist die Anbindung ans Internet. Nur so macht  das iPad wirklich Sinn, denn ich würde es überwiegend unterwegs einsetzen, dort wo es seine Vorteile des geringen Gewichts und der langen Akkulaufzeit gut ausspielen kann. Und wenn ich dann meine Fotografien päsentieren möchte, kann ich vielleicht sogar auf die Fotobücher verzichten, die ich bislang immer mit schleppe für den Fall der Fälle.