Nun ist die 38. Jahresausstellung der Freien Künstlervereinigung „die Arche“, die vom 10. bis 17. Oktober 2010 in Beverstedt zu sehen war, schon wieder vorbei. Ilona Weinhold-Wackernah durfte als Gastausstellerin dabei sein und war begeistert. Sie zeigte dort erstmalig Bilder aus ihrer neuen Edition „Teekompositionen“ Der herzliche Umgang der Künstler aus den verschiedensten Bereichen war überall zu spüren und gab Mut. Die Besucher der Ausstellung – immerhin gut 2500 kamen in diesem Jahr ins Schulzentrum Beverstedt – waren von der hochwertigen Qualität der Künstlerarbeiten angetan. Viele Exponate wechselten den Besitzer.
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Fotoausstellung der Nordaufnahme
Vielleicht ein bisschen spät, aber nicht zu spät, möchte ich die Ausstellung der Fotografengruppe Nordaufnahme erwähnen. Nicht zuletzt, weil ich die Leinwanddrucke erstellen durfte, sondern auch, weil mir als Bremerhavener die besonders am Herzen liegt und weil meine liebe Frau, Ilona Weinhold-Wackernah, auch mit einem großformatigen Motiv darin vertreten ist.
Gezeigt werden 40 großformatige Fotografien, die sich mit maritimen Themen wie Leben und Arbeiten an der Küste auseinandersetzen. Ilona Weinhold-Wackernah zeigt zum Beispiel ihr Motiv „The big catch“ auf Artist Canvas matt gedruckt im Format 120×180 cm und aufgezogen auf 4 cm tiefen Museumsrahmen.
Die Ausstellung ist am 15. August 2010 mit einer Vernissage eröffnet worden und dauert noch bis zum 19. September 2010. Bilder mit Impressionen von der Vernissage habe ich auf posterdruck.biz zu einem kleinen Film zusammengestellt.
Ausstellungsort:
ATLANTIC Hotel SAIL City
Am Strom 1
27568 Bremerhaven
Telefon 0471 30990-0
http://www.atlantic-hotels.de
Ausstellungsdauer: 15.8. bis 19.9.2010
Was ist denn Digigraphie?
Korrekt muss es ja Digigraphie by Epson heißen, denn Digigraphie ist eine Idee von Epson für hochwertige, limitierte Drucke auf speziell dafür zertifizierten Medien. Für Epson bedeutet Digigraphie eine Aufwertung seiner Drucker, Medien und der damit erstellten Drucke. Doch was zunächst nach einem Werbegag ausschaute, hat sich inzwischen mit vorzeigbaren Ergebnissen zu einem kleinen aber bedeutsamen Kunstmarkt entwickelt.
Epson hat dazu eine eigene Website entwickelt, die Anfangs etwas holprig aufgemacht war, inzwischen aber funktionierend alles zur Digigraphie erklärt. Dort kann auch nachgelesen werden, wie man Digigraphie Künstler wird. Gelistet werden in der Rubrik Neuigkeiten Wissenwertes um die Digigraphie und Künstler, die im Kunstbetrieb ausstellen. Der Kunstbetrieb wird von Epson wie folgt beschrieben:
Der „Epson Kunstbetrieb“ in Düsseldorf ist ein „Kunstort“ mit innovativem Konzept: Dort werden nicht nur hochkarätige Ausstellungen für Fotografie und Videokunst gezeigt, sondern der Epson Kunstbetrieb versteht sich auch als Produktionsort für Digigraphie®, Begegnungs-Forum, Workshop-Zentrum und Event-Location – eben als kunstbezogene Betriebsstätte. Im Epson Kunstbetrieb sollen Sammler und Kunst-Produzenten, Studenten und etablierte Künstler sowie alle Interessenten in einen „betriebsamen“ Dialog einsteigen.
Einige Ausstellungen wurden in der einschlägigen Presse schon ausführlich erwähnt. Bessere Presse kann man seinen Drucken gar nicht wünschen. Das Konzept von Epson scheint schlüssig.
Was aber zeichnet die Digigraphie-Drucke aus?
Der Einstieg ist nicht mal so eben gemacht. Sowohl als Künstler als auch als Druckdienstleister müssen Sie einen Vertrag mit Epson schließen und darin versichern, sich genau an die vorgegebenen Richtlinien halten werden. Das setzt einerseits einen Drucker von Epson sowie zertifizierte Medien voraus:
Digigraphie® – Definition: Digigraphie® bezeichnet einen Ausdruck auf einem professionellen Epson Stylus Pro-Drucker mit UltraChrome™-,UltraChrome™ K3-, oder UltraChrome™ K3 Vivid Magenta-Tintentechnologie auf einem zertifizierten Papier. Jeder Druck wird mit Nummer und Unterschrift authentifiziert, mit Prägestempel versehen und mit einem Zertifikat ausgestattet.
Geeignete und zertifizierte Medien lesen Sie bitte online nach -> Epson Digigraphie.
Andererseits brauchen Sie einen Prägestempel, den man nur bei Epson bekommt und der kostet nicht wenig. Der Stempel wird eigens mit dem Namen des Künstlers oder dem des Druckdienstleisters angefertigt. Und Sie dürfen grundsätzlich nur limitierte Auflagen anbieten. Eine limitierte Auflage gilt aber nur für eine Druckgröße auf einem gewählten Medium. Wollen Sie ein weiteres Material alternativ anbieten, bedeutet dies eine zweite limitierte Auflage. Das schränkt ein führt das Prinzip einer limitierten Auflage aber ad absurdum, denn Sie können unendlich viele limitierte Auflagen erzeugen. Naja.
Jeder limitierte Druck muss mit dem Prägestempel geprägt werden und vom Künstler eigenhändig unterschrieben bzw. signiert sein.
Was aber ist mit Druckdienstleistern?
Auch als Druckdienstleister kann jeder im Rahmen der Vertragsvorgaben am Digigraphie-Programm teilnehmen und Künstlern damit Drucke erstellen, die dem Konzept der Digigraphie konform sind. Das ist auch gut so, denn nicht jeder Künstler wird gleich einen großformatigen Epson Drucker hinstellen. Und wer kann fachlich besser mit den Vorgaben der Digigraphie umgehen, als ein versierter Druckdienstleister. Einzig die Stempelprägung weist dann den Druckdienstleister aus als Ersteller, nicht den Künstler. Der Künstler bleibt weiterhin der Autor und hält das Urheberrecht und signiert seine Kunstwerke. Das Prinzip kann aber auch Verwirrung stiften. Und eigentlich eignet sich das Konzept nur für räumlich nah bei einander lebende Künstler und Druckdienstleister, denn ein häufiger Postversand der Drucke ist den Drucken bestimmt nicht dienlich. Das muss aber sein, denn der Künstler signiert, der Druckdienstleister prägt und nummeriert und schickt an den Kunstkäufer. Oder so.
Ist das ein Markt, wertet es meine Drucke auf?
Vorweg: Epson gewinnt in jedem Fall. Aber die beiden anderen großen, Canon und HP, haben ähnliches in der Schublade bzw. schon veröffentlicht.
Für den Künstler bedeutet dies, sich auf einen Drucker von Epson und ein zertifiziertes Material fest zu legen. Die zertifizierten Medien sind allesamt aus der ganz oberen Preisliga, also muss der Künstler auch die Kostenseite betrachten. Das ist nicht ganz billig. Aber nicht jeder Künstler gehört zu den ganz wenigen, die für jeden Druck mal eben ein paar tausend Euro verlangen und auch bekommen. Da muss jeder für sich kritisch heran gehen. Und der Künstler darf nicht glauben, nur weil ein Druck nach den Digigraphie Vorgaben erstellt wurde, verkauft sich der Druck einfacher oder gar besser. Mitnichten.
Für den Kunstmarkt ist die Digigraphie aber ein verlässliches Produkt. Der Kunstmarkt weiß und kann sich darauf verlassen, dass der Druck strengen Qualitäts- und Produktkriterien unterliegt. Einzig das relativ offene Konzept der limitierten Auflagen bedarf noch einiger Klärung. Nicht jeder Künstler wird sich selbst soweit beschränken und einen Druck nur in einer oder ganz wenigen Auflagen anbieten. Das wird die Zukunft zeigen. Doch bieten viele Künstler ihre Drucke in vielen Auflagen an, kann die Digigraphie schnell ihren Ruf verlieren.
Für den Druckdienstleister bietet die Digigraphie ein Qualitätssiegel. Es ist zwar relativ einfach, sich dem Digigraphie Programm anzuschließen, doch Epson wird schon ein Auge drauf haben, das Druckdienstleister sich genau an die Vorgaben halten. Und wer mal Schindluder mit dem Siegel treibt, fliegt schnell raus aus dem Programm. Denn Epson behält sich einen Ausschluß vor und dann muss der Prägestempel zurück gegeben werden. Ohne Prägestempel keine Digigraphie. Schon gut, was sich Epson da ausgedacht hat.
Es gibt aber auch schon kritische Stimmen!
Es gibt Druckdienstleister, die nach noch mehr Qualität streben. Denen ist das Digigraphie Programm schon wieder zu wenig speziell, zu viele können daran teilnehmen. Die wollen das allerletzte Quäntchen Qualität bieten und ihre Arbeit noch hochwertiger erscheinen lassen. Ob sich noch weitere Qualitätssiegel etablieren können, wird sich zeigen. Aber am Produkt BIO war das ja auch möglich, wo viele Siegel nebeneinander bestehen. Nur der Kunde weiß sich nicht mehr zurecht zu finden im Siegeldschungel.
Da bleibt dann letztlich auch die Frage, ob denn ein Qualitätssiegel überhaupt beim Kunden ankommt. Kann ein Kunde etwas mit Digigraphie anfangen und interessiert den Durchschnittskunden überhaupt irgendein Siegel?
Kommentare sind herzlich willkommen, eine Diskussion erwünscht.
Fotos auf Leinwand verkaufen sich bestens
Ich war vor kurzem auf einer Art Versammlung von Fotografinnen und Fotografen, wo eine gemeinsame Ausstellung im Sommer 2010 besprochen wurde. Es wurde über Formate, Art der Fotopräsentationen und das Konzept der Ausstellung diskutiert. Übrig blieben für die Präsentation noch Aludibond und Canvas auf Keilrahmen. Doch einige Fotografen monierten, das Produkt Leinwand sei out und nicht mehr Zeitgemäß.
Ein Fotograf berichtete daraufhin von einer Ausstellung im vergangenen Jahr 2009, auf der die Fotografien auch verkauft wurden. Und auch dort waren die Fotos auf verschiedenen Medien präsentiert worden. Und er berichtete stolz, das von den verkauften Fotos gut 80 % auf Leinwand waren. Die Leinwand entsprach also am meisten dem Kundengeschmack. Dem kann ich nur zustimmen.
Einige Tage zuvor bekam ich eine neue Ausgabe der digit, in der Andreas Jankowsky von jam fineartprint verschiedene Präsentationsformen vorstellte und miteinander verglich. Er ging dabei sowohl auf die Argumentation der Fotografen ein als auch auf Kundenwünsche. Bei der Leinwand zum Beispiel stellte er auch die Kinderfreundlichkeit in den Vordergrund und begründete seine Sicht mit der leichten Bauweise des Keilrahmens und wie wenig Schaden ein herunter fallender Leinwanddruck anichten kann. Das sieht bei einem Glasrahmen oder Aludibond schon anders aus. Auch dem stimme ich zu. Der Artikel ist aber auch sonst lesenswert.
Auch in der eingangs erwähnten Diskussion zwischen den Fotografen, wie denn die Fotos präsentiert werden sollen, wurde meiner Meinung nach der Sicht und Ansprüche der Käufer von Fotografien zu wenig Beachtung geschenkt. Und ich meine auch, zu oft werden Fotografien in einer Art und Weise präsentiert – aufgepeppt – das man meinen könnte, es stünden nicht die Fotomotive im Mittelpunkt/zum Verkauf, sondern die Aufmachung derselben. Dabei wirkt eine gute Fotografie doch für sich selbst, oder?
Bernd Schmidt Timmendorfer Strand
Bernd Schmidt zeigt zwölf großformatige Fotografien im alten Rathaus in Timmendorfer Strand und veröffentlicht rechtzeitig zu Ostern seinen Kalender für 2011 mit einer Auswahl seiner Landschaftsfotografien von Timmendorfer Strand und Niendorf an der Ostsee.
Auf dem Foto links TSNT-Geschäftsführer Christian Jaletzke und rechts der Fotograf Bernd Schmidt mit dem neuen Kalender „Timmendorfer Strand Meerblicke zum Träumen“ für das Jahr 2011.
Die großformatigen Fotografien sind auf Epson Premium Canvas Satin gedruckt und ich – www.posterdruck.biz – durfte den Auftrag ausgeführen.
Ist die Leinwand ein Souvenir?
Vor ein paar Tagen war ich während eines Telefonats doch tatsächlich sprachlos, ich musste richtig schlucken, um neue worte zu finden. Was war geschehen? Ich hatte für eine Gruppe von Fotografen, die gerne großformatig Fotografien ausstellen wollen, ein Angebot für die Drucke auf Leinwand unterbreitet. Da die Räumlichkeiten wohl sehr groß sind und Fotografien in üblichen Formaten wie 50×70 cm oder 60×90 cm sich darin verlieren würden, so die Aussage des Anfragers für das Angebot, sollten die Drucke schon so um die Metergröße sein. Ich überlegte praktisch und bot die Formate 80×120 cm bis 100×150 cm an. Und da ich die Fotografien gerne gut präsentiert gesehen hätte, wertig und anmutig, nahm ich die gute Leinwand als Basis für meine Kalkulation. Und weil die Leinwand auch so schön stabil ist, leicht zu transportieren und einfach aufzuhängen ist, dachte ich damit die goldene Mitte getroffen zu haben.
In dem für diesen Artikel ursächlichen Telefonat wurde mir also ausgerichtet, Leinwand wäre inzwischen zu sehr als Souvenir verschrien, ein touristisches give-away-Produkt?! Ich hätte mal lieber auf Fotopapier anbieten sollen und man hätte die Fotografien dann mit Aluschienen frei hängend angebracht. Und außerdem fühlte sich ein teilnehmender Fotograf ausgegrenzt, er hätte gerne auch die Fotodrucke für die Ausstellung ausgeführt. Und der hatte auch gleich einen Vorschlag, wie er sich die Präsentation der Fotos vorstellte: auf hochwertiger Plane gedruckt und mit Ösen darin versehen könne man die ganz einfach aufhängen. Ab da fehlten mir die Worte.
Nun zu meiner Betrachtungsweise
Ob der Fotograf mit seiner Sichtweise den Fotografien wirklich hilft, sie beim Betrachter angemessen ankommen zu lassen? Ich weiß nicht. Sicher mag ein Druck auf Plane seine Wirkung zeigen, aber bestimmt nicht, wenn ich die Motive zuvor schon in drei Museen kleinformatig in einem Glasrahmen gezeigt habe – da fehlt einfach die Kontinuität. Und ein künstlerischer Anspruch war immer da. Und, wenn ich das richtig verstanden hatte, sollten die Fotografien auch verkauft werden. Aber wer möchte sich schon eine Plane ins Wohnzimmer hängen, das wird wohl eher die Ausnahme sein.
Ich stelle mir aber, beim Vergleich der Leinwand mit einem Produkt aus dem Souvenir Bereich, die Frage, ob die Leinwand denn wirklich schon verbraucht ist. Ist die Leinwand nicht mehr tauglich für eine gute Fotografie? Aber da kommt auch gleich die Frage hinterher, was soll denn überhaupt ausgestellt werden: die Fotografie oder der Druck. Ist der Rahmen wichtiger als das Motiv. Oder soll mit einem ausgefallenen Rahmen vielleicht eine langweilige Fotografie aufgepeppt werden?
Warum muss das Klassische immer langweilig sein?
Heute werden Fotografien auf vielfältige Weise präsentiert. Manch wer schaut sich seine eigenen Fotos sogar einem einem elektronischen Diarahmen an. Da wechseln die Motive so schnell, das man gar keine Zeit findet, sich über ein misslungenes Foto zu ärgern. Hier zählt die Masse. Und weil durchleuchtet ist es auch noch schon bunt. Drucke hinter Acryl scheinen mir da sehr ähnliche Motivationen aufzuweisen. Eine gute Fotografie braucht wie ein gutes Gemälde seine Zeit zum Betrachten. Der Blick sollte idealerweise zum Motiv geführt werden, das Motiv in den Mittelpunkt rücken. Und da Fotografien meist an irgendwelchen Flächen, wie der Wand in einem Zimmer, gezeigt werden, muss die Fotografie, das Motiv zur Umgebung abgegrenzt werden. Das machte bis vor kurzem immer ein Bilderrahmen. Dabei ist es egal, ob ein Holzrahmen oder ein Rahmen aus Aluminium diese Aufgabe übernimmt. Nur muss der Rahmen harmonisch zur Fotografie sein, sie unterstützen. Aber vielleicht wird das zu oft vergessen.
Meine Fürsprache für die klassische Präsentation
Ich möchte meine Fotografie auch praktisch sehen. Sie muss auch mal den Standort wechseln können, sie muss auch mal transportiert werden dürfen, sie muss sich harmonisch aber nicht aufdringlich an den Betrachter wenden, egal in welchem Umfeld.
Für den klassischen Bilderrahmen mit Glas – und bitte unbedingt mit einem wertigen Passepartout – spricht, stabil, leicht zu handhaben, großer Schutz gegen Beschädigung und Alterung. Und mit einem Nagel in der Wand ist es getan, das Bild hängt. Einziger wirklicher Nachteil ist das Glas, wenn solch eine Fotografie mal verschickt werden soll, es kann zu leicht zerbrechen.
Fotografien auf Platten aufgezogen sind auch OK. Aber mit doch einigen praktischen Nachteilen. Die KAPA-Platte ist super leicht, aber der leichte Schaumkern macht sie extrem empfindlich gegen Druck von allen Seiten. Weiterer Nachteil, die Fotografie muss aufgeklebt werden. Kleber ist Chemie und Chemie erzeugt chemische Prozesse und die beeinflussen wiederrum nachteilig die Haltbarkeit der Fotografie. Es gibt zwar bessere und schlechtere Kleber, doch irgendwann wird auch der beste Kleber sich im Foto zeigen – meist sehr hässlich, so dass das Foto unansehnlich wird. Gleiches gilt auch für die Dibond-Platte. Die ist zwar mechanisch nicht so empfindlich wie KAPA, aber das Problem mit dem Kleber bleibt und die Platte ist deutlich schwerer und hat, weil aus Metall, Kanten und Ecken, die verletzen können. Weiterhin sollten die Fotografien, die auf diesen Platten aufgezogen sind, gegen Feuchtigkeit und Umwelteinflüsse geschützt werden. Das macht man meist mit speziellen Laminierfolien, die vorn aufwändig aufgebracht werden. Aber auch hier gilt das Problem mit chemischen Prozessen in der Zukunft.
Auf Canvas präsentierte Giclées (Giclées sind Drucke mit wasserlöslicher Tinte auf einem gewählten Bedruckstoff, wie heute fast alle Fotografien mit modernen Druckmaschinen gedruckt werden) sind am Besten naturverbunden. Der Canvas ist überwiegend oder ganz aus Baumwolle, er ist gewebt und präsentiert damit ein weiteres Kunsthandwerk und wird auf einen Holzkeilrahmen ausgespannt. Der Druck ist leicht und stabil, die Leinwand kann mit den Keilen leicht nachgespannt werden. Es gibt Canvas mit glänzendem Coating gegen Feuchtigkeit und Alterung aber manchmal störenden Reflexen beim Betrachten und es gibt mattes Coating, das einen besonders hohen Kontrast darstellen kann, aber auch sehr empfindlich ist. Dem entgegen wirken kann man mit einen besonderen Firnis, wie es auch in der Malerei verwendet wird. Matter Leinwanddruck mit Firnis kann angefasst werden, kann mit einem feuchten Tuch abgewischt werden und verlängert die Haltbarkeit der Farben noch mal deutlich. Vorsichtige Schätzungen gehen von fünfzig bis hundert Jahren aus. Und anders als beim Aufkleben und Laminieren der Fotodrucke auf Platten findet hier kein nachteiliger chemischer Prozess mehr statt. Der Firnis enthält Wasser, das einfach wegtrocknet nach dem auf den Canvas aufgebracht.
Meine Favoriten jetzt und zukünftig
Meine Favoriten sind Ihnen bestimmt schon klar, so wie ich die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten aufgezeigt habe. Ich bleibe beim Fotodruck in einem guten Bilderrahmen und alternativ wähle auch genau so gerne das Canvas. Ich mache es mir sogar noch etwas einfacher: im Bilderrahmen zeige ich nur Fotografien bis 50×60 cm, mit Passepartout ist der Rahmen dann bis zu 60×80 cm groß. Solche Rahmenformate bekomme ich in vielen Ausführungen, weil 60×80 cm ein häufiges Format ist. Alle größeren Formate zeige ich auf Canvas. Und ich drucke meine Motive auf matter Leinwand und seit einigen Tagen firnisse ich die Drucke hinterher für einen optimalen Schutz. Gelegentlich rahme ich einen Canvasdruck zusätzlich mit einem Schattenfugenrahmen.
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