Was unterscheidet Foto- und Fineart-Papier

Sonntag, 18. März 2007 19:23

Ein langes Leben für eine gedruckte Fotografie ist unser aller Wunsch. Hochwertiges Papier und gute Tinten sind Garanten, das eine Fotografie uns lange erfreuen kann. Neben vielen Umwelteinflüssen wie Schadstoffen in der Luft, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung bestimmen aber gerade die Papiere, wie lange ein Kunstwerk uns erhalten bleibt. Epson hat mit seinen Ultrachrome-K3-Tinten eine gute Basis geschaffen (das K3 steht übrigens für 3 Schwarztöne - mit K wird in der Druckbranche das Schwarz bezeichnet, auch Tiefe genannt). Bis zu 75 Jahre sollen sie halten können. Doch ob unsere Finearts auch so lange halten, ist ganz wesentlich vom Bedruckstoff abhängig, denn beide gehen beim Druck eine besondere Verbindung ein.

Schon die spezielle Tintenbeschichtung eines Papiers oder Leinwand bestimmt, wie gut die Farben darauf zeitlich halten und nicht verblassen. Aber auch der Bedruckstoff selbst unterliegt Alterungen wie Vergilben und Zerfallen. Wer kennt nicht alte Zeitungen, die schon beim in die Hand nehmen in kleine Stücke sich auflösen.

Fotopapiere grundsätzlich sind für eine kürzere Lebensdauer konzipiert. Hier stehen günstige Herstellungskosten, knackige Farben und eine gute Griffigkeit im Vordergrund. Meist werden Fotopapiere auch in dunklen, lichtgeschützten Fotoalben aufbewahrt, wo so auch Umwelteinflüsse weniger Schaden anrichten. Ausstellungsfotos sind durch die offene Präsentation da schon anfälliger und sollten nicht zu hell aufgehängt werden. Eines der größten Schwachpunkte von Fotopapier sind die darin verwendeten optischen Aufheller, die für ein besonders strahlendes Weiß des Papiers sorgen. Optische Aufheller vergehen schneller als uns lieb ist, die Folge sind Vergilbungen am Foto.

Die im Papier verwendete Zellulose-Mischung bestimmt, wie lange die Fasern zusammen halten. Das ist das, was ich oben mit der alten Zeitung meinte. Irgendwann zerfällt das Papier, auch das Fineartpapier zerfällt irgendwann, doch mit Sicherheit wesentlich später als das Fotopapier.

Hahnemühle und alle anderen Fineart-Papier-Hersteller werben mit der besonderen Archivfestigkeit ihrer Papiere. Voraussetzungen sind säurefreie Herstellungsverfahren und der Verzicht auf optische Aufheller. Ein Test in den USA soll einem Druck mit Ultrachrome-K3-Tinten auf Hahnemühle PhotoRag eine Lebensdauer von weit über 100 Jahren bescheinigt haben. Eine Quelle dazu kann ich nicht nennen, es wurde mir auch nur so erzählt. Aber sollte das stimmen, so zeigt das, dass das Papier auch die Druckfarbenlebensdauer verlängern kann, denn Epson spricht ja nur von 75 Jahren für seine Tinten.

Fineart-Papiere sind nicht nur teurer in der Herstellung, sie werben auch als einzige mit einer Archivfestigkeit und Museumsqualität. Museen und Galerien stellen gerade an fotografische Drucke besondere Anforderungen bezüglich des Herstellungsverfahrens, bevor die Fotografien von ihnen angenommen werden. Versuchen Sie also gar nicht erst, eine Fotografie auf Fotopapier anzubieten, nehmen Sie gleich ein hochwertiges Fineart-Papier. Die Herstellerliste ist nicht sehr lang, doch die Auswahl immer noch gut: Innova, Crane, Hahnemühle um nur einige zu nennen.

Zusammenfassend die Vorteile von Fineart-Papieren: Keine optischen Aufheller - kein Vergilben des Papiers, säurefreie Herstellung - keine vorzeitige Farbänderung am Motiv, das Papier hält in jedem Fall länger als die Druckfarbe. Fineart-Papiere werden meist auch in festeren Grammaturen angeboten: Hahnemühle Fineart Pearl in 285 g/qm, Hahnemühle PhotoRag in 310 g/qm.

Eine Frage bleibt allerdings auch für mich, auf die mir vielleicht jemand eine Antwort geben kann: Fineart-Papiere, die das früher beliebte Barytfotopapier nachahmen, haben einen extrem hohen Weißegrad, der eigentlich auch nur durch optische Aufheller erreicht werden kann. Sind da optische Aufheller drin und sind das dann noch echte Fineart-Papiere?

Thema: Wissen | Kommentare (0)

Ausstellung »Israel: Staat – Volk – Land«

Sonntag, 4. März 2007 13:00

Im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen zeigt der Fotograf Ralf Ziegler seine Bilder aus Israel.

Zur Woche der Brüderlichkeit eröffnet eine Ausstellung mit Bildern des Fotografen Ralf Ziegler einen subjektiven und unkommentierten Blick auf das reale Israel. Daneben bieten siebzehn Thesen - vom Arbeitskreis „Kirche und Judentum“ der Evangelischen Kirche der Pfalz in mehrjähriger kontrovers geführter Diskussion erarbeitet - Impulse zur grundsätzlichen Klärung unseres Verhältnisses zu Israel.

Ausstellungseröffnung: 8. März 2007, 19 Uhr
Eröffnungsvortrag: Lea Fleischmann liest aus ihrem neuen Buch “Meine Sprache wohnt woanders – Gedanken zu Deutschland und Israel”.
Veranstalter: Evangelische Akademie der Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Ernst-Bloch-Zentrum
Ausstellungszeitraum 11. März bis 20. Mai 2007
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro.
Öffnungszeiten während der „Woche der Brüderlichkeit“ (11. bis 17. März 2007): täglich außer Montag 14 bis 17 Uhr, Donnerstag 14 bis 20 Uhr.
Ansonsten gelten unsere üblichen Öffnungszeiten.

Thema: Ausstellungen | Kommentare (0)

Zweimal der WOW-Effekt

Sonntag, 4. März 2007 12:49

Von meinem Erlebnis mit dem Hahnemühle Fineart Pearl habe ich ja schon in meinem vorherigen Beitrag geschwärmt und ich möchte das hier noch mal betonen, wie begeistert ich bin.

Jetzt zur Leinwand: Normalerweise drucke ich ausschließlich mit Fotoschwarz im Epson Pro. Doch jedes Material hat, besonders im Schwarz, seine Anforderungen an einen kontrastreichen und gesättigten Druck. Fotopapiere und auch das Hahnemühle Fineart Pearl verlangen nach dem Fotoschwarz, matte Materialien wie Hahnemühle PhotoRag und Leinwand verlangen nach Mattschwarz.

Das hängt damit zusammen, wie die Tinte in die Aufnahmeschicht eingebettet wird. Fotoschwarz wird von der Oberfläche aufgenommen und erhält so die Oberflächenstruktur. Besonders Glanz bleibt so erhalten. Das Ergebnis ist ein tiefes Schwarz. Matte Papiere saugen Fotoschwarz ein wenig auf, es vergraut dabei. Spätestens, wenn die Farbe ganz trocken ist, sieht Schwarz nur noch dunkelgrau aus. Durch geschickte Kalibrierung fällt das aber nicht besonders auf, es sei denn, man stellt einen Druck mit Mattschwarz daneben.

Der Unterschied ist in der Pigmentgröße der beiden Schwarze zu suchen. Fotoschwarz enthält ganz feine Pigmente, die in die Oberfläche einziehen. Mattschwarz enthält große Pigmente, die auf der Oberfläche liegen bleiben. Mattes Papier und auch die Leinwand werden idealerweise mit Pigmenten bedruckt, die groß sind und nicht in die Oberfläche einziehen können - sie bleiben auf der Oberfläche. Dadurch wird der Druck allerdings auch etwas empfindlicher gegen Abrieb - also Vorsicht im Umgang mit solchen Drucken.

Warum ich nicht immer mit Mattschwarz auf Leinwand drucke?

Da ist zum einen der Kostenfaktor: Beide Tinten lassen sich nicht gleichzeitig in der Druckmaschine verwenden, ich muss also tauschen. Der Epson Pro bietet dafür einen relativ einfachen Schwarzwechsel-Modus an und so dauert der Wechsel ungefähr 10-15 Minuten. Doch wird dabei Tinte vernichtet und Tinte ist teuer. Und das war bisher auch immer der Grund, der mich von einem grundsätzlichen Wechsel abgehalten hat. Es kostet bei jedem Wechsel bis zu 10 Euro Tinte und Wartungsbehälter, die unwiderbringlich verloren gehen. Mal eben einen Tintenwechsel für einen Druck auf Leinwand in 20×30 cm lohnt nicht, denn kann ich Ihnen nicht in Rechnung stellen.
Und zum anderen die erhöhte Empfindlichkeit der Drucke, die eine noch vorsichtigere Behandlung verlangt.

Wieviel mehr Schwarz bringt das?

Ein ungefähr 10 bis 15 Prozent tieferes Schwarz kann damit erzielt werden. Das scheint nicht viel, doch habe ich gerade eben Drucke gemacht - Stillifes vor schwarzem Hintergrund -, wo sich das ganz besonders gelohnt hat. Allein der bessere Kontrast, die Farben wirken vor dem tieferen Schwarz einfach leuchtender.

Und in Zukunft?

Alle anderen Drucke werden weiterhin mit Fotoschwarz gedruckt. Ich überlege aber eine Pro-Serie, bei der ich dann einmal wöchentlich auf Mattschwarz umstelle und in einem Rutsch alle bis dahin angefallenen Aufträge erledige. Sicher werden die Drucke dann ein klein wenig teuerer werden müssen, doch wer das möchte und die etwas längere Zeit warten kann, der wird mit einem tiefen Schwarz und kontrastreicheren Drucken belohnt.

Thema: Wissen | Kommentare (0)

Hahnemühle Fineart Pearl - mein neuer Liebling

Donnerstag, 15. Februar 2007 19:33

Gestern habe ich nun eigene Motive erstmals auf dem Hahnemühle Fineart Pearl gedruckt und ich bin begeistert. Ein super Kontrast, eine sehr gute Tiefe, scharfe Kanten und auch sonst, ein Druckbild, das sich sehen lassen kann. Mein neuer Liebling.

Solch ein Schwarz habe ich noch auf keinem anderen Material hinbekommen, selbst auf dem erstklassigen Fotopapier sieht das Schwarz dagegen nur dunkelgrau aus. Und der Druck mit 2880 dpi zeigt hier seine ganze Qualität.

Das Hahnemühle Fineart Pearl bringt die Qualitäten und Haptik des uralten Barytfotopapiers in unsere digitale Zeit. Das Papier wiegt 285 g pro qm und hat eine matt glänzende Oberfläche mit sehr hoher Weiße. Das Papier ist sowohl als Blattware als auch in verschiedenen Rollenbreiten verfügbar. Die Blattware im Bogenformat DIN A2 habe ich in meinem vorherigen Posting schon im Einsatz beschrieben.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Drucke für’s Passepartout

Donnerstag, 15. Februar 2007 19:23

Heute habe ich mal ein Testprodukt im Shop angelegt: Drucke auf Hahnemühle Fineart Pearl im Bogenformat DIN A2 (42,0×59,4 cm).

Als Rahmen wählte ich einen 50×70 cm Alurahmen von Nielsen-Bainbridge, besorgte mir bei http://www.passepartout-versand.de/ Passepartouts mit einem Ausschnitt von 40×53 cm und druckte meine Motive mittig auf DIN A2 Bogen von Hahnemühles Fineart Pearl. Der unbedruckte Bereich verschwindet nun hinter dem Passepartoutausschnitt und dient zum Befestigen des Drucks am Passepartout. Das Motiv sollte ein klein wenig größer gedruckt werden, damit es später nicht zu Passerproblemen im Passepartoutausschnitt kommt.

Das sieht super aus und liegt schön plan im Rahmen. Jetzt neu im Shop.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Kann Kunst übers Internet verkauft werden?

Mittwoch, 14. Februar 2007 18:54

Heute möchte ich gerne mal eine kontroverse Meinung hier abgeben und wünsche mir rege Kommentare zu diesem Thema.

Meine liebe Frau, Ilona Weinhold-Wackernah, versucht nun seit drei Jahren über ihre Website Meeresschätze.de Fotos zu verkaufen. Geklappt hat das noch nicht. Verkauft hat Sie, aber immer bei Ausstellungen oder durch andere Kontakte. Kunden sahen ein Bild in Natura vor sich, es gefiel und sie kauften, so lief das ab. Genau dieses spontane, beim zufälligen Anblick gefallende, macht doch scheinbar das aus, ob ein Bild verkauft wird oder eben nicht.

So vielfältig das Internet auch sein mag, das haptische vor sich sehen eines Gemäldes, einer Skulptur oder Fotografie, jeweils in seinen eigenen Dimensionen - das geht übers Netz einfach nicht. Ein noch so gut gemachtes Thumbnail kann die Aura, die von solch einem Kunstwerk ausgeht, nunmal nicht rüber bringen, oder? Ist also jeder Versuch, seine Kunst im Internet anzupreisen von vornherein zum Scheitern verurteilt?

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

40×160 u. 50×150 cm Leinwand gerahmt

Montag, 12. Februar 2007 17:40

Heute habe ich endlich auch die beiden besonders beliebten Panoramaformate 40×160 cm und 50×150 cm als gerahmte Variante (Leinwand gerahmt) in die Produktliste aufgenommen. Beide kosten fix und fertig gerahmt je 90,99 Euro inklusive Mehrwertsteuer zzgl. Versandpauschale.
Bislang bot ich nur die PUR und PUR PLUS Varianten an, eben weil der Versand nicht ganz einfach war. Beim Versand rechnen Sie übrigens bitte mit 3 bis 5 Tagen, denn die Größen laufen bei der Post unter dem Label »Sperrgut«.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Basis für neuen Shop geschaffen

Donnerstag, 8. Februar 2007 17:59

Heute bin ich mit Thomas Baustert von b-simple.de das Gerüst für den neuen Shop durchgegangen. Er wird sich sehr am Prinzip des jetzigen orientieren, doch insgesamt wird der neue Shop moderner, aufgeräumter und noch einfacher zu bedienen sein. Als Basis wird Ruby on Rails verwendet und ein paar sinnvolle Web-2.0-Techniken werden auch drin sein -> Ajax. Und es werden diverse Fehler, die noch im alten Shop stecken, dann ausgemerzt sein. Bleibt unser Zeitplan realisierbar, wird der neue Shop im Sommer online gehen. Wenn Sie noch Vorschläge für sinnvolle und nette Funktionen haben, so schreiben Sie das zu diesem Beitrag einfach als Kommentar. Dafür danke ich Ihnen schon jetzt.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Neue Formate auf Leinwand

Freitag, 2. Februar 2007 10:42

Seit drei Tagen sind endlich die bestellten Verpackungen für gerahmte Drucke bis 60×120 cm da. Diese Kartons habe ich mir nach meinen Vorgaben anfertigen lassen und das hat nun gut vier Wochen bis zur Lieferung gedauert.

Ab sofort biete ich auf posterdruck.biz gerahmte Leinwanddrucke auch in 30×120 cm, 40×120 cm und 60×120 cm an.

Übrigens: Sie können bei mir gerahmte Leinwanddrucke von Ihren Bildern bis zu 100×200 cm bekommen, nur müssen Sie bei den Formaten, die nicht online angeboten werden, für den Transport selbst sorgen. Mein Versanddienstleister DHL ist da nicht so flexibel, wie ich es mir wünsche. Allerdings fehlen mir für die ganz großen Formate auch noch die geeigneten Kartons.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Keine Kontaktmails

Donnerstag, 25. Januar 2007 10:54

Huuh, huuh, mit dem Umzug auf einen anderen Server ist eine selten benutzte Emailadresse bei www.posterdruck.biz gelöscht worden. Genau diese Email war aber die, an die ihre Anfragen vom Kontaktformular geschickt wurden. Erst gestern brachte mich ein Kunde drauf - eben weil ich nicht auf seine Frage geantwortet hatte.

Sollten noch weitere Anfragen von mir nicht beantwortet worden sein - das gilt für Anfragen nach dem 26. Dezember 2006 - so bitte ich das sehr zu entschuldigen. Jede Frage und jeden Kommentar nehme ich sehr wichtig.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)