Fotofestival Zingst Nachlese

Inzwischen ist das Festival ja schon wieder mehr als einen Monat vorbei, doch meine Eindrücke will ich trotzdem kurz wiedergeben:

Unsere Fotografien, die der Digigraphisten, sind hervorragend präsentiert, auch wenn die Digigraphien insgesamt mit DIN A3 etwas zu klein ausgefallen sind. Die Räumlichkeiten in der Galerie Schule des Sehens sind komplett genutzt, besonders in der Galerie im oberen Stockwerk kann man sich richtig Zeit lassen und in Ruhe die Fotografien betrachten. Die Digigraphien sind dort noch bis 5. August 2011 zu sehen.

Zingst selbst zeigte sich von seiner fotogenen Seite, als wir dort die verschiedenen Ausstellungen besuchten. Strahlender Sonnenschein, angenehme 25° Außentemperatur und wem es zu warm war, der konnte sich auf der Seebrücke in einer frischen Brise abkühlen. Allerorten in Zingst war die Fotografie präsent. Am Strand standen große 3×3 m große Fotografien, mitten im Ort auf einer parkähnlichen Fläche noch mal so große. Gefallen haben uns auch die vielen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Hotels, alten Bunkeranlagen und diversen Galerien. Wo man auch hinsah, Fotografiebegeisterte mit ihren Fotoapparaten. Und in vielen Workshops zeigten allerorten Profis und Anbieter von technischem Equipment Interessierten wie man’s macht und Geräte.

Man bekam ein Gefühl, als lebe ganz Zingst die Fotografie. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei, versprochen.

Nachtrag: Auf meiner Filme/TV Website habe ich Impressionen von unserem Besuch zu einem kleinen Film zusammen gestellt. Seht Euch mal den Film an: Fotofestival Horizonte Zingst 2011

Fotofestival Zingst

Das jährliche Fotofestival in Zingst findet diesmal vom 28. Mai bis zum 5. Juni 2011 statt und Epson hat sich da als Druckpartner angeboten. Viele Fotografien werden als Digigraphien zu sehen sein.

Für die Digigraphie Labore und Künstler hat Epson eine Partnerausstellung organisiert und dafür die Galerie Schule des Sehens in Zingst gewonnen. Gezeigt werden Fotografien im Format DIN A3 zum Thema „Der Mensch und seine Beziehung zu Landschaft, Flora und Fauna.“ Das ist ein weit gestecktes Thema und ich bin gespannt, wie das von den teilnehmen Fotografinnen und Fotografen verstanden wurde. Ilona Weinhold-Wackernah nimmt teil und auch ich habe mich mal dran gewagt.

Ilona Weinhold-Wackernah und Adrian Wackernah sind vom 29. bis 31. Mai 2011 in Zingst im Rahmen des jährlichen Partnertreffens der Digigraphie Labore und Künstler, das von Epson organisiert wird. Wer uns treffen möchte: wir sind im Hotel Speicher Barth, Am Osthafen 2 in 18356 Barth untergebracht.

Ich bin gespannt auf den Rummel in Zingst!

Timeless Firnis Matt

Nach meinem ersten Test der Tetenal Firnislösung habe ich jetzt mal die von Breathing Color probiert. Breathing Color macht im Internet viel Werbung für seine Canvas Stoffe und wirbt besonders mit deren besonderer Weiße ohne optische Aufheller. Das matte Canvas Lyve von Breathing Color habe ich gerade im Test und berichte demnächst darüber.

Timeless ist eine Weiterentwicklung vom Glamour II und soll noch besser sein. Glamour II konnte ich nicht testen, womit ein Vergleich für mich nicht möglich ist. Timeless ist in drei Glanzgraden zu bekommen: matt, satin und gloss. Für meinen Test habe ich mir eine Dose in matt besorgt und war gleich enttäuscht von der Dosengröße: Ich hatte die in Pintgröße bestellt und diesen Pint fälschlicherweise mit knapp einem Liter angenommen. Tatsächlich ist das amerikanische Pint aber nur knapp einen halben Liter groß. In Amerika bekommt man allerorten ein Pint Bier serviert – also knapp einen halben Liter, was beim dünnen amerikanischen Bier nicht wirklich viel ist. Das so nebenbei.

Ein halber Liter stand mir für erste Firnisversuche also zur Verfügung – der kostete mich doch tatsächlich fast 35 Euro, der Liter so gut 70 Euro. Das wäre zweimal so teuer wie Protenal, wobei Protenal nur als Litergebinde zu haben ist, während Timeless auch als Gallone lieferbar ist. Eine Gallone entspricht fast 4 Liter – genauer sind es 3,785 Liter – und die gibt es für rund 130 Euro, was einem Literpreis von etwas mehr als 34 Euro entspricht. Damit ist Timeless dann wieder 1 Euro pro Liter günstiger als Protenal. Und Timeless wird nur einmal aufgetragen, Protenal dagegen zweimal, sparen wir auch hier, selbst wenn die leichte Verdünnbarkeit des Protenal mit einbezogen wird.

Gehe ich davon aus, das ich mit Protenal und Timeless die gleiche Quadratmeterzahl schützen kann, dann ist Timeless fast doppelt so ergiebig – weil nur einmal aufzutragen – wie Protenal. In Kosten ausgedrückt ergibt sich Timeless also ein deutlicher Vorteil, aber wohlgemerkt theoretisch.

Timeless darf nicht verdünnt werden, daraus ergibt sich ein weiterer Vorteil: Reste können zurück in die Dose gekippt werden, ich muss nur selten Ansatzlösungen wegtun und spare hier noch mal.

Das Auftragen

Dose gut schütteln und die fertige Lösung in eine Schale für die Malerrolle kippen. Die Malerrolle gut mit dem Firnis vollsaugen lassen und dann auf das Canvas aufrollen. Auf Breathing Colors Website gibts ein Video, dass das Vorgehen gut zeigt. Tatsächlich sehe ich keine Veränderungen der Farbe beim Auftragen. Die Firnislösung ist ganz klar, keine gelbliche Veränderung wie beim Protenal. Das Timeless muss kräftig aufgetragen werden. Es sind viele Rollbewegungen mit der Malerrolle zu machen, wobei ich mit immer weniger Druck rolle. Nach kurzer Zeit ist das Firnis angetrocknet und ich kann den Canvasdruck zur Seite legen. Nach gut 12 Stunden ist das Firnis wirklich trocken und ich sehe auch hier, wie beim Protenal, leichte Glanzunterschiede in der Oberfläche, so wie ich die ersten Bahnen mit viel Firnis auf der Rolle gerollt hatte. Vielleicht ist das Canvas schuld? Ich hatte das Bonjet 360 matte Canvas von Le Bon Image für die Tests genommen und da sowohl das Protenal als auch Timeless diese Streifen zeigen, bin ich geneigt das Canvas als Ursache anzusehen. Ich werde da noch Tests mit dem Breathing Color Lyve und dem Epson Water Resistant matte Canvas und den beiden Firnis machen müssen.

Mein Fazit

Timeless ist im großen Gebinde bezahlbar, allerdings muss man sich dann auch eine Gallone davon hinstellen. Wer nur ab und an und dann nur kleinere Flächen versiegeln muss, dem wird das Timeless zu teuer sein. Timeless lässt sich ähnlich einfach und ohne Probleme auftragen wie das Protenal. Keine Bläschen, keine Farbänderungen.

Beide matten Firnisse, das Protenal wie auch das Timeless, sind nicht komplett matt. Das Timeless ist ein Hauch matter als Protenal. Schaut man seitlich auf die Canvasdrucke, so nimmt der Kontrast ab, Schwärzen werden grauer. Beim direkten Betrachten von vorn wirkt das Bild so wie ohne Firnis und auch die Streifen sind nicht sichtbar.

Früher beim Laminieren von Fotodrucken war mir aufgefallen, das eine matte Folie ein knackiges Foto total flau werden lässt, nur glänzende Folie erhielt das Erscheinungsbild.

Um also einen Canvasdruck knackiger, brillianter zu machen, muss ich schon eine seidenglänzende oder gar glänzende Firnis verwenden. Das konnte ich im vergangenen Jahr auch mit der seidenglänzenden Firnis von Canvasi beobachten, die besonders das Schwarz schwärzer werden ließ. Doch damit erhalte ich auch wieder Glanz auf der Leinwand und Reflexionen vom Licht im Raum. Dann kann ich auch gleich eine glänzende Leinwand nehmen und spare mir die kleherei mit Firnis, Zeit und Geld. Die Epson Premium Canvas satin hat mir besonders gut gefallen.

Tetenal Protenal M Firnis

Wer seine matten Canvasdrucke schützen will, der benutzt ein Firnis. Ich habe mir vor wenigen Tagen mal das Firnis von Tetenal besorgt und weil ich die Anmutung der matten Leinwand erhalten wollte, das mit dem matten Finish gewählt.

Tetenal verspricht mit einem Liter bis zu 15 qm Canvas zu versiegeln. Man soll es nur zweimal auftragen müssen. Andere Firnisse sind da ausgiebiger aufzutragen, meist müssen die dreimal aufgerollt oder aufgesprüht werden. Tetenal Protenal ist so günstiger als andere.

Ich habe heute ein Canvas in 70×120 cm gedruckt und nach einigen Stunden Trockenzeit das Protenal angerührt: 3 Teile Protenal, ein Teil Wasser. Das Auftragen geht mit der Rolle leicht und ist schnell gemacht. Unbedingt eine Schaumstoffrolle mit abgerundeten Seiten verwenden (ich hab meine bei Max Bahr bekommen)! Bläschen, die beim Aufrollen mit der Schaumstoffrolle entstehen, verschwinden bei Protenal schnell und es entsteht eine glatte Oberfläche. Zum Vergleich mit dem Firnis von Canvasi: da hatte ich bei zwei von drei Versuchen nach dem Trocknen des Firnis noch Bläschen auf dem Canvas, was dadurch nicht mehr zu gebrauchen war.

Das Protenal erzeugt einen ganz schwachen Glanz auf dem Canvas, obwohl ich das matte Protenal verwendete. Und es bleiben leichte Streifen nach dem Trocknen zu sehen. Dabei hatte ich versucht, das Protenal gleichmässig aufzurollen. Die Streifen zeigen sich nach dem Trocknen durch unterschiedliche Glanzgrade und die sieht man, wenn man die Leinwand schräg gegen das Licht betrachtet. Das war nicht so toll.

In meinem Test habe ich das Protenal auf die Bonjet 360 Leinwand von Le Bon Image aufgetragen. Diese Leinwand ist sehr weiss, also mit optischen Aufhellern. Das Protenal macht die weisse Leinwand etwas gelber. Im Motiv konnte ich keine Farbänderungen wahrnehmen, aber das von mir verwendete Motiv war für solch kritische Betrachtungen eh nicht sonderlich geeignet. Also aufpassen!

Mein Fazit:

Verglichen mit dem Firnis von Canvasi nimmt die Tiefenwirkung im Bild nicht zu, eher wird es ein ganz klein wenig kontrastärmer. Es ist leichter zu verarbeiten, wenn auch die Streifen nach dem Trocknen noch Probleme machen. Mit ca. 30 Euro pro Liter netto ist Protenal nicht günstig, aber günstiger als Art Shield. Es ist schneller zu verarbeiten, denn zwischen den beiden Auftragvorgängen muss nur 4 bis 6 Stunden Trockenzeit vergehen. Bei Art Shield sollten es 12 bis 24 Stunden sein und das sogar dreimal aufzutragen ist. Matt bleibt mit Protenal nicht matt, auch wenn der Glanz nur schräg gegen das Licht betrachtet sichtbar wird und sich dann als schwaches Schimmern zeigt. Wie das bei Art Shield und Canvasi ist, konnte ich noch nicht probieren. Von Canvasi hatte ich bisher nur das semimatte probiert.

Neue Netzwerke

Ich bin ja nun seit dem Erscheinen von Apples Fotosoftware Aperture ein begeisterter Fan und arbeite fast täglich damit. Nun fand ich heute ein Plugin für Aperture, eine Erweiterung, die mir das Veröffentlichen von unseren Fotos, also die von Ilona Weinhold-Wackernah und mir, ganz erheblich vereinfacht. Das muss ich hier allen Aperture Benutzern einfach mal mitteilen und nicht nur die profitieren von meinen Erkenntnissen.

Das Plugin heisst TwitExport und ist für Apple Aperture und iPhoto gleichermassen zu benutzen. Es kostet $ 5,90 und ist sein Geld allemal wert. Es installiert sich in Aperture als Export-Plugin. Aufgerufen präsentiert sein ein Fenster mit einem Preview der gewählten Fotografie sowie einem Textbereich, in dem man seine Twitter Kurzmitteilung schreibt. Dafür stehen zwar nur 140 Zeichen zur Verfügung, doch das zu veröffentlichende Foto soll ja eh der Mittelpunkt sein. Das Plugin postet also meine Fotografien inklusive des kurzen Textes zu Twitter. Seinen Twitteraccount kann man übrigens im Plugin speichern. Da Twitter aber nur für Textnachrichten konzipiert ist, muss eine Fotografie bzw. Abbildung irgendwo anders hin gepostet werden und wird dann mit dem Tweet automatisch verlinkt. Bekannter und von mir bislang benutzter Dienst ist z. B. Twitpic. Meine erste Mitteilung mit dem Plugin habe ich dann auch via Twitpic gepostet. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Das passiert alles im Hintergrund und ohne mein Zutun.

TwitExport unterstützt aber neben Twitpic als Bilderdienst auch mobypicture und damit wird es dann so richtig komfortabel. In mobypicture habe ich mir einen kostenlosen Account angelegt und in TwitExport dann mobypicture als Bilderdienst festgelegt. Hier finden Sie meine bislang und auf diesem Wege veröffentlichten Fotografien bei mobypicture. Aber mobypicture kann eben mehr: Meine Tweets werden in mobypicture als Livestream hinterlegt, an unser Facebook Konto als Post übermittelt, an mein Blog bei blogger.com als Eintrag geschickt und in meinem WordPress Blog auf wackernah.net als Beitrag angelegt.

Mit einem Veröffentlichen ist meine Fotografie auf Twitter, Facebook, Blogger.com und in meinem eigenen Blog publiziert. Toll, das ist moderne Vernetzung, spart Zeit und macht Spass. Mobypictures unterstützt neben den genannten auch viele weitere Dienste wie vimeo, youtube, ovi, tumblr um nur einige zu nennen.

Und wer nun manuell mit mobypicture arbeitet, also seine Fotografien dort per Browser hochlädt, kann die Verteilungsfunktionen natürlich genauso nutzen und profitiert davon. Einzig der direkte Export aus Aperture / der Bildverwaltung fehlt dann.

Grosse Fotos auf www.wackernah.info

Ich habe am Wochenende meine freie Zeit dazu benutzt, auf www.wackernah.info weitere Fotografien von uns, Ilona Weinhold-Wackernah und Adrian Wackernah, auszustellen und anzupreisen. Für diese Galerie habe ich nur Fotografien ausgewählt, die sich für grosse Formate eignen. Sie finden dort Fotografien, die mindestens 100×100 cm groß sind. Die ersten 7 Fotografien haben so die Abmessungen von 180×100 cm bis 210×140 cm. Sie brauchen also schon ein wenig Platz, um die präsentieren zu können.

Alle Fotografien sind übrigens auf der besonders guten Epson Premium Canvas satin ausgegeben und auf Museumskeilrahmen aufgezogen.

Update Juni 2011:

Ich  habe die Site überarbeitet und eine Pixaria Fotogaleriesoftware dort installiert und zeige darin nun Fotografien von Ilona Weinhold-Wackernah und Adrian Wackernah. Alle Fotografien von unseren Foto-Editionen sind als Digigraphie Serien zu aufgelegt (in der Anzahl streng limitiert, mit Zertifikat und vom Künstler signiert). Dabei hat der Kunstsammler die Wahl, nur den Print oder den Print fix und fertig gerahmt zu wählen. Das gilt nicht für Digigraphie Serien, die auf Canvas aufgelegt sind, die sind natürlich immer auf Keilrahmen fertig zum Aufhängen.

LebeDeineKunst.de

Vor einigen Wochen entdeckte ich diese Website. Zuerst dachte ich, noch eine von diesen Fotogalerie Sites, wo man seine Fotografien anbieten soll. Doch der Titel „Lebe Deine Kunst“ machte mich ein wenig neugierig. Denn Kunst verkaufen ist ja nicht leicht.

Was wird dort geboten?

Es gibt kostenlose Basis-Konten und kostenpflichtige Pro-Konten. Die Basis-Konten sind arg eingeschränkt: Man kann sich nur 1 Galerie anlegen und nur 5 Fotos/Kunstwerke präsentieren. Und zum Verkauf anbieten geht auch nicht. Vom Verkauf soll man übrigens 100% ausbezahlt bekommen. Das Design der Galerie ist ansprechend und modern. Einzig im Konto ist die Schrift manchmal deutlich zu groß gewählt, als wären wir Alle ohne Brille hilflos. Ich bin mit einem Basis-Konto angefangen. Galerie anlegen (die dient wohl zur Gruppierung von Bildern), Bilder hochladen und Beschriften. Ein Ankreuzfeld für den Verkauf markieren und den Verkaufstext fürs Bild eintragen. Später sehe ich, das ich mit meinem Basis-Konto ja gar nicht verkaufen kann. Naja. Mit einem Pro-Konto geht das und solch ein Konto gibt es ab 7 Euro/Monat für ein 3-Monats-Abo runter bis 5,95 Euro/Monat für einen 24-Monats-Vertrag.

Schön und zeitgemäß finde ich die vielfältigen Verlinkungsmöglichkeiten. Facebook, Flickr, Twitter, XING und die eigene Homepage sind in den Grundeinstellen zum Profil eintragbar und werden für Jeden sichtbar auf der Profilseite zum Künstler als hübsche Buttons angezeigt. In Facebook wurde auch eine automatische Nachricht eingetragen, das ich jetzt auf LebeDeineKunst.de zu finden bin.

Wie geht es weiter?

Kaum hatte ich meine fünf Bilder hochgeladen, bekam ich schon die ersten „Gefällt mir“ Klicks. Schön, dachte ich, da passiert ja was. Und ich bekam sogar einen geschriebenen Kommentar. Das ist der Community-Gedanke. Doch mit Communities habe ich so meine Probleme, ist nicht mein Ding. Ich hab’s erstmal mitgenommen und ein wenig genossen. Immerhin erhielt ich in den ersten zwei Tagen so 7 positive Rückmeldungen zu meinen Motiven. Vielleicht hilft’s ja bei der Verbreitung meiner Motive.

Vorgestern eröffnete ich dann für meine Frau ein eigenes Basis-Konto. Fünf geeignete und repräsentative Fotografien aus ihrem Portfolio ausgewählt und hochgeladen war schnell getan. Das Beschriften dauert ja immer etwas länger, doch am Abend waren wir damit fertig. Und auch  hier wurden schon wenige Stunden nach dem Veröffentlichen der Fotos die ersten Bewertungen und Kommentare abgegeben. Das erinnerte mich ein wenig an die Erfahrungen mit meinem Konto. Sollte da vielleicht eine Masche hinter stecken? Meine Frau bekam so binnen 24 Stunden 6 positive Bewertungen und einen Kommentar. Die siebte E-Mail war dann ein Hinweis auf das Pro-Konto, mit dem man ja noch viel mehr machen kann.

Wenn das also von den Betreibern absichtlich herbeigeführte Aktionen sind, dann finde ich das nicht lauter und wäre sehr enttäuscht. Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat, kann das ja hier mal als Kommentar posten.

Doch dann kam die Ernüchterung

Aufgeschreckt wegen der auffälligen Bewertungen nach dem Veröffentlichen der Fotos durchstöberte ich die Galerien der anderen Künstler. Fast alle Portfolios, die ich so aufrief, waren Pro-Konten. Nicht ein Basis-Konto wurde angezeigt. Viele Bilder wurden so auch zum Kauf angeboten, was ja mit dem Pro-Konto möglich wird. Doch irgendwie störte ich mich an den Preisen. Nicht das die zu hoch oder niedrig waren, die Währung störte mich: Credits. Was sind denn Credits? Tatsächlich wird hier das vollmundige Versprechen, man bekäme 100% vom Verkaufserlös, irgendwie umgangen. Ich hatte angenommen, ich verkaufte mein Bild direkt an den Kunden. In den FAQs steht dann: Credits sind eine virtuelle Währung und man bekommt die Credits, die eins zu eins einem Euro entsprechen, erst ab 100 Credits Kontostand kostenfrei ausgezahlt. Hat man weniger verkauft und so weniger als 100 Credits/Euro auf seinem Konto und möchte die trotzdem ausbezahlt bekommen, kostet es 10 Euro Gebühr. Viele bieten ihre Bilder als digitale Daten für 10 Euro für eine Verwendung im Web an und müssten so erstmal 10 Stück zu dem Preis verkaufen. Der Betreiber, die LDKunst GmbH, wird hier also zum Treuhänder und verwaltet das Künstlerguthaben bis zur Auszahlung. Schlimmer noch für den Käufer: der muss Credits kaufen, bevor er damit Bilder kaufen kann und die gibt es nur in 4 Paketen zu kaufen. Über die Anzahl der Credits in einem Paket schweigt sich die FAQ aus. Der Käufer muss so eventuell viel mehr Credits kaufen, als er für den Kauf eines Bildes braucht.

Da kommen schlimme Befürchtungen auf

Die Betreiberfirma LDKunst GmbH ist eine GmbH. Ohne irgendwelche Unterstellungen vorzunehmen, aber bei einem Versprechen, der Künstler bekäme 100% Verkaufserlös ausgezahlt, warum führt die LDKunst GmbH dann das Inkasso durch? Würde sie selbst einen Kostenaufwand prozentual vom Erlös für den Betrieb der Website und für das Inkasso einbehalten, wäre das Inkasso nachvollziehbar. Aber so? Was passiert, wenn 100 Künstler dort ein Konto mit 90 Euro Guthaben hätten, immerhin 9.000 Euro, und die GmbH ginge Konkurs? Das mag man sich gar nicht ausmalen.

Meine Schlussfolgerung

Nach einigen Tagen intensiver Beschäftigung mit LebeDeineKunst.de stellt sich mir die Frage, nach dem Sinn und Nutzen. Die Künstler-Portfolios, die ich mir angesehen habe, waren allesamt Pro-Konten und man konnte von den Künstlern nur digitale Daten(!) kaufen. Ich habe auch Fotografien, die ich gerne als Kunstwerke verkaufen möchte, doch dann bitteschön als sauber ausgeführte Kunstdrucke und niemals käme ich auf die Idee, meine Kunst in digitaler Form wegzugeben. Vielleicht bin ich aber auch nur altmodisch. Sollten die überwiegende Anzahl an Künstlern dort ihre Bilder nur digital verkaufen wollen, so wäre der Titel LebeDeineKunst doch obsolet und die Galerie nur eine weitere Fotovermarktungsplattform.

Das treuhänderische Handeln von LDKunst GmbH hinterlässt bei mir ein komisches Gefühl. Ich kann die Absichten, die dahinter stehen, nicht nachvollziehen. Das ergibt für mich keinen Sinn, eher nur deutlichen Kostenaufwand für LDKunst GmbH. Nur warum soll die LDKunst GmbH dies tun, welche Absicht verfolgt sie damit. Eigentlich sollte ihr der Verdienst mit den Pro-Konten ausreichen.

Vielleicht überdenkt die LDKunst GmbH ihr Konzept ja noch mal und macht deutlicher, was sie denn wirklich will.

Grafikrahmen oder Schattenfugenrahmen

Eine schöne Fotografie auf Leinwand ist eine Augenweide. Und praktisch dazu, kann der Druck auf Leinwand dank des Keilrahmens, auf dem sie aufgezogen ist, auch gleich aufgehängt werden. Aufwerten geht trotzdem, indem zusätzlich ein Holzrahmen den Leinwanddruck umrahmt. Da gibt es zwei Varianten:

Grafikrahmen schwarz lackiert

Grafikrahmen schwarz lackiert

Grafikrahmen

Grafikrahmenleiste © Nadler pro-artist

Grafikrahmenleiste © Nadler pro-artist

Ein Grafikrahmen wird von vorn auf den Keilrahmen angebracht und der Grafikrahmen deckt ein wenig vom Motiv auf der Leinwand ab – so wie bei einem üblichen Bilderrahmen. Vorteil, man sieht keine Kanten und kann aus einer unendlichen Vielzahl an Leisten- und Rahmentypen auswählen. Sie kennen sicher die alten Schinken – Ölgemälde aus vergangenen Tagen mit einem schweren, oft mit Gold und Ornamenten verzierten Rahmen – so sieht typischer Weise ein Grafikrahmen aus. Es gibt aber auch feine und schlichte Rahmen, wie gesagt, die Auswahl ist riesengross.

Schattenfugenrahmen mit Goldkante

Schattenfugenrahmen mit Goldkante

Schattenfugenrahmen

Schattenfugenleiste © Nadler pro-artist

Schattenfugenleiste © Nadler pro-artist

Schattenfugenrahmen sind praktisch umgekehrte Grafikrahmen, wobei die im Querschnitt wie ein grosses L aussehen. Hier wird der Leinwanddruck von vorn in den Rahmen eingelegt – umgekehrt zum Grafikrahmen. Man sieht vom Schattenfugenrahmen eigentlich nur eine schmale Leiste, die mit kleinem Abstand zum Leinwanddruck diesen umrahmt. Dieser Abstand – meist zwischen 5 und 10 mm – wirkt wie ein zusätzlicher Schatten um das Motiv, deshalb Schattenfugenrahmen. Hier ist die Auswahl eingeschränkter auf wenige Maße, wobei sich hauptsächlich die Breite der Kante, die man von vorn sieht, verändert. Und es gibt diese Rahmen in nur wenigen Farben. In Schwarz, Weiss, Grau sowie in Schwarz mit Gold- oder Silberkante und als unbehandeltes Naturholz fand ich Angebote.

Wie ist die CO₂-Bilanz für Leinwand vs. Alu-Dibond?

Gibt es eigentlich sowas wie eine CO₂- Bilanz für Fotoabzüge? Ich meine ja und versuche in diesem Beitrag nur ein paar Punkte aufzudecken und komme zum Schluss, dass das Foto auf Leinwand deutlich besser abschneidet als das allseits so beliebte Foto auf Alu-Dibond. Dies ist meine Argumentation.

Foto auf Leinwand

Ein Foto auf Leinwand besteht aus den Komponenten Leinwand, Inkjetbeschichtung, Tinte, Keilrahmen und Klammern. Die Leinwand ist, wenn sie eine gute Leinwand ist, nur aus Baumwolle gewebt. Baumwolle darf als Klimaneutral eingestuft werden. Es gibt aber auch Leinwand, die aus einer Mischung aus Baumwolle und Polyamid – Kunstfasern, also Kunststoffe, also wohl aus Öl – hergestellt ist. Der Polyamidanteil kann zwischen 20 und 70 % sein. Polyamid ist also nicht klimaneutral. Die Inkjetbeschichtung enthält meist und synthetische Anteile, damit die Farbe nicht in die Leinwand selbst eindringt und so verläuft. Die Inkjetbeschichtung ist nicht klimaneutral. Die Keilrahmenleisten bestehen idealerweise aus reinem Holz, sind also klimaneutral. Billigere Keilrahmenleisten aber sind meist aus Resthölzern hergestellt, wobei viele kleine Holzstücke zu einem großen verleimt werden. Dieser Leim ist meist ein Industrieleim und enthält daher auch Rohstoffe, die nicht klimaneutral sein. Bleiben noch die Klammern aus Metall, mit denen die Leinwand am Holzrahmen befestigt wird.

Betrachtet man die Anteile am Foto auf Leinwand, die nicht klimaneutral sind, im Verhältnis zu denen, die klimaneutral sind, ergibt sich wohl ein Verhältnis von 80 % klimaneutralen Teilen zu 20 % nicht klimaneutralen Teilen.

Foto auf Alu-Dibond

Das Foto auf Alu-Dibond besteht aus dem Fotopapier, der Inkjetbeschichtung, dem Alu-Dibond, der Laminierfolie und Klebern. Das Fotopapier besteht aus Papier, einem Kunststoffanteil sowie der Inkjetbeschichtung. Alle drei Komponenten sind nicht klimaneutral. Das Alu-Dibond besteht aus zwei dünnen Schichten von Aluminium, das besonders energieintensiv hergestellt werden muss, sowie aus eine Schaumschicht dazwischen. Die Schaumschicht ist aus Kunststoffen und damit aus Öl und somit nicht klimaneutral. Die Laminierfolie ist eine Kunststofffolie – aus Öl – und nicht klimaneutral. Die Kleber werden benötigt um die Laminierfolie auf das Fotopapier zu kleben und eine weitere Schicht, um das Fotopapier auf die Alu-Dibondplatte zu fixieren. Kleber ist nicht klimaneutral. Ausserdem dürfen wir nicht vergessen, das Kleber auf und unter dem Fotopapier immer chemische Prozesse begünstigen, die der Langlebigkeit einer Fotografie nicht gut bekommen.

Ein Foto auf Alu-Dibond hat also keine Anteile vorzuweisen, die klimaneutral wären. Überhaupt keine. Das spricht also ganz doll für das Foto auf Leinwand.

Meine Schlussfolgerung

Wenn meine Beweisführung schlüssig ist, spricht also für Alle, denen unsere Umwelt und deren Schutz ein wichtiger Aspekt ist, nichts für ein Foto auf Alu-Dibond, ausser das es gut aussieht. Für das Foto auf Leinwand dagegen spricht Alles. Besonders, wenn gute Leinwand nur aus Baumwolle benutzt wird und bei den Keilrahmenleisten auf hochwertige Leisten Wert gelegt wird, die nicht verleimt sind.

Daneben gibt es, so finde ich jedenfalls, beim Foto auf Leinwand noch die Vorteile der leichteren Bauweise, der Kinderfreundlichkeit (dazu mehr in einem früheren Artikel von mir) und der Möglichkeit des teilweisen Recyclings. Denn wenn ich einen Druck mal nicht mehr sehen kann, der Keilrahmen ist immer wiederverwendbar und schont somit Ressourcen.

Fotokalender – ist noch Bedarf?

Fotokalender gibt es ja zuhauf, vor allem in der Vorweihnachtszeit finden wir die an jeder Supermarkt- und Kaufhauskasse. Wunderschöne Motive sind oft für wenig Geld zu bekommen.

Doch nicht jeder von uns will einen Kalender mit fremden Motiven haben, genug Kreative unter uns machen sich die Mühe und gestalten sich selbst einen Begleiter fürs ganze Jahr. Auch wir, Ilona Weinhold-Wackernah und ich, machen uns jedes Jahr das Vergnügen, einzelne oder manchmal auch mehrere Kalender zu gestalten und verkaufen. Wir drucken unsere Kalender bisher immer selbst und haben uns dazu, auch wegen der Kosten, für ein kleines Format und eine einfache aber effektive Präsentation entschieden. So finden Sie in unserem Angebot besonders den Kalender in der Box, 13 Kalenderblätter im Format von ca. 11×14 cm in einer glasklaren Aufstellbox. Diesen Typ Kalender werden wir auch weiterhin anbieten.

Auf meiner Website als Druckdienstleister – http://www.posterdruck.biz – werde ich dazu den Formatrechner für die Kalkulation und Bestellung mit Ihren eigenen Motiven erweitern.

Für mich ganz neu überlege ich, auch Fotokalender im Format DIN A2, gedruckt auf feinsten Papieren wie dem Epson Hot Press Bright (ein mattes Naturpapier, 330 g/qm schwer) und Epson Traditional Photo Paper (ein barytähnliches Seidenglanzpapier, 330 g/qm schwer),  anzubieten, natürlich mit einer professionellen Ringbindung mit Daumenloch und Aufhänger. Dann könnte ich endlich einmal die Maschinen für die Bindung sinnvoll nutzen, die schon lange bei mir im Keller herum stehen. Das Kalendarium habe ich schon vorbereitet, Sie brauchen nur Ihre Fotos hochladen.

So entstehen Unikate für den anspruchsvollen Fotografen, die allerdings, auch wegen der teuren Herstellung und der edlen Papiere, ihren Preis haben werden. Dafür sind die gedruckten Kalender dann aber gut für bis zu 60 Jahre. Sehen Sie in den nächsten Tagen mal rein in meinen Shop auf http://www.posterdruck.biz und schauen, ob sich das für Sie lohnt. Kommentare sind herzlich willkommen und ausdrücklich gewünscht.