Archiv der Kategorie ‘Wissen‘

Premium Photoalbum ab sofort bei mir

Freitag, den 7. März 2008

Gestern nun wurden die notwendigen Maschinen für die Buch- und Albumbindung angeliefert. Heute und am Wochenende habe ich dann noch Zeit zum üben. Eine gute Buchbindung braucht wirklich viel Übung, ist doch bei der von mir favorisierten Lösung Handarbeit angesagt.

Kein Fotobuch aber Fotoalbum?

In meinem vorherigen Beitrag habe ich über das Fastbind Fotomount M3 System geschrieben. Ich habe versucht, die Funktionsweise darin zu beschreiben und den Unterschied von dem was dabei herauskommt zu einem bekannten Fotobuch. Ich fertige also keine Fotobücher sondern leiste mir die Exklusivität eines in Handarbeit gebundenen Fotoalbums. Mal sehen ob ich dafür auch meine Kunden begeistern kann.

Produkte

Zum Fastbind System gibt es für die Seitenzusammenklebung zwei unterschiedlich dicke Mounting Sheets, das sind weisse, beidseitig klebende Pappen. Die dickeren sind teuerer als die dünnen, genau doppelt so teuer. Das führt bei der Verwendung der dicken Pappen zu mehr Kosten bei der Produktion.

Portfolioalbum

Das Album, bei dem ich die dünneren Pappen verwende - die sind exakt 200 µ dick, also 0,2 mm - heisst bei mir Portfolioalbum. Wer seine künstlerischen Arbeiten in solch einem Portfolio zeigen möchte, wird etwas mehr den Blick auf die Kosten haben. Qualität ist bei dem Portfolioalbum genauso angesagt wie beim zweiten Produkt, dem Pro’s Album.

Pro’s Album

Hier wird die Anwenderschaft sicher weniger auf den Euro schauen - eine Hochzeit z. B. kommt ja oft genug nur einmal im Leben vor - und lieber etwas mehr Wert auf Wertigkeit legen. Der einzige, aber fühlbare Unterschied liegt in den dickeren Albumseiten.

Der Druck

Gedruckt wird mit meinen Epson 9800 Druckern mit den bekannten 8 Farben und dem damit besonders großen Farbraum. Als Papieroberfläche schien mir semimatt/semigloss am besten geeignet. Es bringt durch seine ganz feine Struktur etwas Leben in die zweidimensionale Darstellung, ist sehr robust gegen Fingerabdrücke und sogar gegen Kratzer mit dem Fingernagel.

Formate

Beginnen werde ich mit vier Formaten. 20×20 cm, 28×20 cm, 28×21,5 cm und 28×28 cm. Das 28×21,5 cm habe ich für die leidgeprüften Apple User aufgenommen, die lieber mit den Apple Softwares iPhoto oder Aperture ihre Layouts erarbeiten wollen und nicht bei Apple die Bücher bestellen möchten (zumal es bei Apple eh nur übliche Fotobücher gibt). Ich selbst bin ja auch Apple User und hatte mich in der Vergangenheit schon oft über fehlende Angebote bei den üblichen Fotobuchproduzierenden für die leidigen Apple Formate geärgert. Apple bietet als amerikanischer Hersteller Bücher nur im US-Brief-Format - 28×21,5 cm - an. Apples Aperture 2.0 User sind da schon etwas besser dran, erlaubt Aperture 2 doch endlich auch freie Layoutformate.

Layout

Das Layout können Sie ganz frei gestalten. Sie benötigen keine spezielle Layoutsoftware ergo gibt es von mir auch keine zu downloaden. Layouten Sie einfach immer ganze Druckbogen. Der Druckbogen ist beim 20×20 cm Album 40 cm breit und 20 cm hoch. Beim 28×20 cm Album eben 56 cm breit und 20 cm hoch. Da Sie linke und rechte Seite eines aufgeschlagenen Albums vor sich sehen, bietet sich das Layout derselben an. So wird es für Sie einfach, ein Bild über zwei Seiten laufen zu lassen, getrennt nur durch den Knick im Buchrücken. Egal ob Sie das Photoshop machen, mit Indesign, Quark Xpress, Calamus oder was auch immer. Ich selbst habe mir vor einigen Tagen ein Buch in Aperture gelayoutet und vorherige Woche eines in Apples Software Pages, einem Programm, das Mircosoft Word nicht unähnlich ist. Beide Softwares erlaubten mir den Export als PDF, was ich für den Druck in Photoshop renderte und als TIFF speicherte. Das müssen Sie allerdings auch machen, denn über http://www.posterdruck.biz können nur JPEGs hochgeladen werden. Die Produkte für einen Upload sind schon vorhanden. Für das Cover wird leider etwas mehr verlangt - da schreibe ich in den kommenden Tagen noch was zu.

Ausblick

Ich erarbeite gerade ein paar Hilfestellungen zum Thema Layout. Und getestet habe ich zwei Lösungen fürs Albumlayout. Dazu in aller nächster Zeit mehr. Und ich eröffne in den nächsten Tagen eine eigene Website, die sich ausschließlich dem Thema Premium Photoalbum widmet.

Fastbind Fotomount M3

Dienstag, den 12. Februar 2008

Fastbind wirbt mit Deluxe Photobooks und als mir das System vor Ort gezeigt und demonstriert wurde, war ich der gleichen Meinung. Das System zeichnet sich durch einen vergleichsweise günstigen Anschaffungspreis aus und braucht nicht viel, außer ein bisschen handwerkliches Geschick.

Was man bekommt, ist ein Fotobuch mit sehr dicken Seiten - gut 1 mm stark sind die einzelnen gebundenen Blätter - und der Möglichkeit, das Buch auf 180 Grad aufzuschlagen. Ohne Drücken und Biegen! Wegen der dicken Seiten möchte ich bei dem Produkt nicht so sehr den Begriff Fotobuch verwenden, mir scheint der Begriff Fotoalbum hier besser angezeigt.

Wie geht das?

Man layoute die beim aufgeschlagenen Buch nebeneinander liegenden Seiten in einer Software. Das kann Photoshop sein, aber auch jeder andere Software, die dann entweder PDFs oder Bilddateien ausgeben kann. Bilder können so selbstverständlich durch die Falz laufen. Der gedruckte Bogen wird genau in der Mitte genutet - mit einer Maschine wird das Material für ein sauberes Knicken vorbereitet. Dann knickt man die Bogen, so das die Motivhälften genau auf einander liegen. Jetzt wird der geknickte Bogen auf ein Mounting Sheet aufgebracht. Mounting Sheets sind beidseitig selbstklebend ausgerüstete hochwertige Pappen. Jede Buchseite enthält also in der Mitte ein Mounting Sheet. Zwei Buchseiten werden durch den Druck zusammen gehalten - das ist sehr stabil, verwendet man dafür schweres Foto- oder Fineartpapier.

Hat man den Buchblock aus allen Seiten fertig geklebt, wird dieser auf das Endformat zugeschnitten. Dazu verwende man einen Stapelschneider, am Besten eine elektrische Schneidemaschine. Ein Buchblock darf bis zu 8 cm dick werden und sollte für gut und gerne 60 Blatt oder 120 Seiten reichen (grob geschätzt).

Abschließend wird der Buchblock in den Umschlag eingehängt - also eingeklebt. Das erste Blatt wurde auf ein Mounting Endsheet geklebt, wobei die dem Buchcover zugewandte Seite zunächst frei bleibt. Die dient zum einkleben in den Umschlag.

Was wird noch benötigt?

Zum Nuten benötigt man idealerweise eine Nutmaschine, ein Falzbein geht aber auch. Und ein professionelles Fotoalbum sollte einen individuellen Umschlag haben. Den baut man sich mit der Fastbind Hardcover Maschine. Das ist ein Montagetisch, mit dem auf den bedruckten und selbstklebend ausgerüsteten Umschlag - gut ist eine Klebefolie - die Hardcoverpappen aufgebracht werden. Die Ecken müssen zum Umschlagen abgeschnitten werden, was mit der Maschine auch erledigt werden kann und dann werden die Folienseiten um die Pappe umgeklebt. Eine gute und einfach zu bedienende Lösung.

Was kommt dabei raus?

Ein Fotoalbum in bester Druckqualität auf fast jedem hochwertigen Papier, das man sich vorstellen mag. Feste Albenseiten, die sich trotzdem flach aufschlagen lassen - ein wichtiges Merkmal, möchte man das Album mal mehreren gleichzeitig zeigen. Einen ganz nach eigenem Geschmack und Motiv gestalteten Umschlag und eine praktische und robuste Bindung.

Ich habe das Album mal rum gezeigt und jeder war wie ich von der Wertigkeit überzeugt.

Ich habe mich für das Produkt entschieden und werde bis zum Sommer Fotoalben in dieser Machart anbieten. Der Preis wird allerdings mit denen aus den Großlaboren nicht mithalten können, da steckt dann doch sehr viel mehr Material und Zeit drin, denn das Buch ist dann komplett von Hand gemacht. So ein Buch kann dann in 20×30 cm mit 20 Seiten schnell mal 130 Euro kosten.

Neu Foto HIRES + KROMA

Sonntag, den 2. Dezember 2007

Ich habe heute dieses neue Produkt auf Fotopapier ins Programm aufgenommen. Der Foto HIRES - Druck wird von mir auf KROMA-Karton aufgezogen und so, gut verpackt, ausgeliefert.

Der KROMA-Karton stammt vom Feinpapierlieferanten Römerturm und ist eine weiße, ph-neutrale Finnpappe. Selbstklebend ausgestattet lässt sich darauf bedrucktes Fotopapier sehr gut aufziehen. Der verwendete Kleber ist säurefrei. Den KROMA-Karton gibt es in Stärken von 1,5 bis 3 mm, ideal für Glasrahmen der etwas besseren Qualität.

Ich biete dieses Produkt auf der 1,5 mm starken Finnpappe an (immerhin 880 g/qm steif). Diese Stärke ist dick genug, um ein Wellen des Bildes zu verhindern und dünn genug, um in fast jeden Glasrahmen zwischen Scheibe und Rückwand zu passen (bei einem Test mit der 2,5 mm dicken KROMA-Pappe hatte ich bei einem guten Nielsen-Rahmen schon mal Probleme).

Das Foto HIRES + KROMA - Produkt ist nur für die Rahmung in einem Glasrahmen vorgesehen. Eindrückaufhänger wie für die KAPA-Platte üblich sind hier nicht zu verwenden.

Dürfen Finearts aufgezogen werden?

Samstag, den 17. November 2007

Dazu habe ich vor kurzem ein Gespräch mit dem Außendienst-Mitarbeiter von Römerturm Feinpapiere, Herr Michael Dähn, geführt. Das Gespräch war mir wichtig, weil ich im alten Shop unter www.posterdruck.biz auch Hahnemühles Fineart Pearl auf KAPA FIX® und Finnpappe angeboten hatte und nun vor der Entscheidung stand, diese Kombination auch im neuen Shop anzubieten. 

Seine Meinung dazu ganz klar NEIN.

Sowohl das KAPA FIX® als auch der Kromakarton (eine Finnpappe von Römerturm) sind zwar säurefrei und auch der Kleber ist sehr verträglich, doch meint er, unter bestimmten Umweltbedingungen können die Aufziehmaterialien eben doch mit dem Kleber und an dem Druck Reaktionen auslösen, die eine beschleunigte Alterung des Drucks vom Rand her bedingen.

Fineartpapiere, insbesondere Papiere aus reinem Zellstoff sind gerade auf langsame Alterung getrimmt. Erst im zweiten Aspekt wird mit der Inkjetbeschichtung auf gute Druckergebnisse geschaut. Herr Dähn gab mir dazu viele Fachbegriffe in dem Gespräch, die ich mir leider nicht alle merken konnte, doch der Tenor ist: Fotopapiere ja, Fineartpapiere nein. Fotopapiere sind hier eindeutig im Vorteil, weil einerseits der Kunststoffträger weniger auf saure Einflüsse reagiert und andererseits Fotopapiere eh nicht auf so lange Haltbarkeit ausgelegt sind, wie Fineartpapiere. Fazit: Fotopapiere sind eher gealtert als das Aufziehen Probleme verursachen kann, mit Fineartpapieren dagegen verhält es sich genau anders herum - sie überstehen von Haus aus ein Aufziehmaterial um viele Jahre.

Wie sollen Fineartpapiere denn nun gerahmt werden?

Die einfachste Form ist hinter Glas mit Passepartout. Das Glas hält Feuchtigkeit und Umweltgase vom Druck fern. Schädigende Umweltgase sind vor allem Ozon und Ozonverbindungen. Das Passepartout hält den Druck plan und gibt ihm den würdigen Rahmen. Aber nicht jedes Passepartout eignet sich. Auch der Passepartoutkarton muss alterungsbeständig sein - meist sind das die so genannten Museumsqualitäten. Darauf bitte unbedingt achten. Wer es noch besser meint, nimmt rückwändig auch solche Museumskartons und verklebt den Rahmen von hinten, damit auch dort keine schädlichen Umwelteinflüsse eindringen können.

Ausblick

Fotopapiere werde ich weiterhin auf KAPA FIX® aufgezogen anbieten. Und Fotopapiere auf Finnpappe werden ins Programm aufgenommen.

Fineartpapiere werden in den kommenden Wochen um ein neues Produkt ergänzt. Für Drucke hinter einem Passepartout muss der Druck etwas größer als der Passepartoutausschnitt sein. Das wird im neuen Produkt berücksichtigt sein.

Ist die Leinwand wasserfest?

Sonntag, den 17. Juni 2007

Ich werde immer wieder gefragt, ob denn die Leinwand wasserfest ist, feucht abgewischt werden kann oder gar in einem Nassraum wie dem Badezimmer aufgehängt werden darf. Oder ob die Leinwand für die Küche geeignet ist?

Nein, die von mir verwendeten Leinwände und auch die Druckfarbe ist nicht wasserfest. Allein die Tinte ist schon wasserlöslich. Es gibt drei besonders schädigende Einflüsse für die Leinwand: UV-Licht, Feuchtigkeit und mechanische Einflüsse wie an der Oberfläche kratzen. In einer Küche kommen neben Dampf beim Kochen auch noch Fette hinzu, die bei der Essenszubereitung in einer Küche nun mal entstehen. Man kann die Oberfläche zwar mit speziellen Zwei-Komponenten-Lacken schützen, doch die Rückseite der Leinwand bleibt ungeschützt. Permanente Feuchtigkeit auf einer Baumwolle fördert nicht nur Schimmel.

Aber mal nachgedacht: Das Material Leinwand kam vor nicht all zu langer Zeit vorwiegend in der Malerei zum Einsatz. Ölgemälde würden Sie doch sicher auch nicht solchen Bedingungen aussetzen, geschweige denn mit einem feuchten Tuch abwischen?

Eine gute Fotografie auf Leinwand sollte ihrer Wertigkeit entsprechend präsentiert und erhalten werden.

Auch Drucke auf Fotopapier sollte man solchen Einflüssen nicht aussetzen, einzig vollständig einlaminierte Fotopapiere können dem widerstehen und mit vollständig meine ich, selbst die Schnittkanten dürfen nicht frei liegen.

Es gibt Anbieter, die wasserfeste Drucke anbieten - manch einer wirbt gar mit Waschbarkeit: Alle vier Wochen vom Keilrahmen nehmen und bei 30 Grad vorsichtig ohne Waschmittel spülen. Vielleicht gibt es ja sogar eine Waschanleitung dazu?!

Natürlich stimmt das häufig sogar. Es gibt halt Druckfarbe, die sogar bei 60 Grad waschen übersteht - Eco-Solvent- oder Solvent-Tinten zum Beispiel. Das sind lösemittelhaltige Farben und die leisten erstaunliches. Sehr feine Druckauflösungen sind noch nicht möglich und der Farbraum ist weit von denen der wasserlöslichen Farben entfernt, doch Kompromisse muss man nun mal eingehen.

Auch Leinwand ist nicht gleich Leinwand: Es gibt Papier mit Leinwandstruktur, Leinwand aus Kunststoff-Fasern, Kunststoff-Folie mit Leinwandstruktur, Baumwoll-Leinwand mit Kunststoff-Fasern durchwebt und schliesslich reine Baumwoll-Leinwand.

Archivfeste Leinwand, wie Museen sie voraussetzen, bevor sie ein Leinwandbild akzeptieren, ist immer aus reiner Baumwolle und die Beschichtung, die die Tinte aufnimmt, sollte wenig bis keine optischen Aufheller enthalten. Darauf bekommen sie Drucke mit feinsten Nuancen, sehr hohem Farbumfang und richtig gelagert sehr langer Haltbarkeit. Epson-Tinte hält gut 75 Jahre, die Epson Leinwand mindestens genauso lange, die Hahnemühle Leinwand wohl sogar noch etwas länger.

Epson bewirbt seine Leinwand mit waterresistant - wasserunempfindlich, doch das meint sicher eine Unempfindlichkeit gegen hohe Luftfeuchtigkeit, wie an schwülen Tagen üblich und nicht abwaschbar!

KAPA-FIX und KAPA-Mount

Dienstag, den 24. April 2007

Ganz neu und dank dem neuen Laminator finden Sie bei mir auf Leichtschaumplatten aufgezogene Drucke.

kapa-aufhaengerklein.jpgDiese aufgezogenen, kaschierten Drucke können ganz einfach und ohne Rahmen an die Wand gehängt werden. So finden Sie neben den gerahmten Leinwanddrucken eine weitere Variante, um auch Fotos gleich nach dem Auspacken aufzuhängen. Sie erhalten Aufhänger, die ganz einfach rückseitig in die KAPA-Platten eingedrückt werden, mit jedem Bild.

Das Material

Die KAPA-Boards sind luftig leicht, haben eine hohe Eigensteifigkeit, gute Dimensionsstabilität, hohe Wärmebeständigkeit und der Polyurethanschaum ist FCKW-frei. Die mehrlagigen Deckschichten sorgen für eine ausgezeichnete Planlage.

kapa.png

KAPA-FIX und KAPA-Mount

KAPA-FIX ist vom Werk bereits mit einer selbstklebenden Seite ausgerüstet und wird von mir bei den M5-Produkten eingesetzt. M5-Produkte sind auf 5 mm KAPA-Boards aufgezogene Drucke ohne Schutzlaminat. Sie können Foto glossy, Foto semimatt und Hahnemühle Fineart Pearl aufgezogen bekommen.

Der Druck wird bei Raumtemperatur mit dem Laminator bei geringem Anpressdruck auf die selbstklebende Platte aufgebracht und hinterher auf Format zugeschnitten.

kapafix.png

Anwendungsgebiet: Alle Motive, die durch ein Laminat an Brillianz verlieren würden und wo sichergestellt ist, dass die Drucke nicht unabsichtlich mit blossen Händen berührt werden.

KAPA-Mount setze ich dann ein, wenn der Druck zusätzlich mit einem Laminat geschützt werden soll. KAPA-Mount wird ab Werk ohne Klebeseite geliefert. KAPA-Mount kommt beim M5L-Produkt zum Einsatz, wo der Druck auf einem 5 mm Board mit Schutzlaminat aufgebracht ist.

Das Laminat biete ich mit glänzender Oberfläche an. Erste Tests mit mattem Laminat zeigten, das die Drucke zu viel an Tiefe verloren. Beim glänzenden Laminat ist fast kein Verlust feststellbar.

Der Druck wird bei 40° Walzentemperatur gleichzeitig rückseitig mit einer Klebefolie und vorderseitig mit dem Laminat eingeschweisst. Nach einem groben Abschneiden des überstehenden Laminats wird bei Raumtemperatur mit dem Laminator und bei geringem Anpressdruck der nun klebende Druck auf die Platte aufgebracht und abschliessend auf Format geschnitten.

kapamount.png

Anwendungsgebiet: Drucke, die ohne Rahmen ausgestellt werden sollen und die einen zusätzlichen Schutz gegen Luftfeuchtigkeit und Umwelteinflüsse benötigen.

Was macht ein Farbprofil im Graustufenbild?

Samstag, den 7. April 2007

Ein Bild, das nur Graustufen von Schwarz bis Weiß enthält, kann eigentlich nicht durch ein Farbprofil beschrieben werden, denn Farbinformationen sind ja nicht drin außer eben die schwarze Farbe. Aber ein Farbprofil enthält einen Gammawert, der hier dringend benötigt wird.
Macintosh- und Windows-Systeme verwenden leider nicht nur unterschiedliche Standardmonitorauflösungen - Macs = 72 dpi und Windows = 96 dpi - auch das Monitorgamma ist verschieden - Macs = 1,8 und Windows = 2,2. Das Gamma wirkt sich im gesamten Helligkeitsbereich aus, außer Schwarz und Weiß sind gleich. Ich habe hier zwei Bilder eingefügt mit einem Gamma von 1,8 und 2,2. Der Unterschied ist nicht sehr groß, jedenfalls in diesem Motiv, andere Motive mögen größere Unterschiede aufweisen. Mit einem ICC-Profil im Bild wäre kein Unterschied zu sehen.

Gamma 1,8
Bild mit Gamma 1,8

Gamma 2,2
Bild mit Gamma 2,2

Man kann ein Graustufenbild mit einem Graustufen-ICC-Profil abspeichern. Es gibt gerade mit professionellen Softwares meist Profile dazu. Mit Photoshop z. B. bekommt man automatisch Grau 1,8 und Grau 2,2 installiert. Nicht jeder weiss aber um die Wirkung eines Profils im Graustufenbild, denn wer von jeher mit einem Mac gearbeitet hat, weiß nichts von einer anderen Darstellung auf einem Windows.
Mein Workflow mit dem alles entscheidenden RIP (Raster Image Prozessor), das die im Bild vorhandenen Farben in Farben der Druckmaschine umrechnet, erwartet auch bei Graustufenbildern eine Angabe des Gammawerts. Ist keine Angabe - sprich kein Profil - im Bild, so wird ein Windowsgamma von 2,2 angenommen. Kommt das Bild nur einem Mac ohne Profil, wird der Druck zu dunkel ausfallen. Das ist ärgerlich.

Meine Empfehlung

Sind Sie sich nicht sicher, ob oder wie Sie ein Grauprofil ins Bild speichern können, dann führen Sie alle Arbeiten am Bild in Graustufen durch, bis das Bild Ihren Vorstellungen entspricht und wandeln es dann zurück ins RGB. Sie verlieren nichts. Kontrollieren Sie in Ihrem Bildbearbeitungsprogramm mit der Pipette, ob alle Graustufen gleiche RGB-Werte aufweisen. Ein mittleres Grau sollte 128 in Rot, Blau und Grün aufweisen.
Wird z. B. das Farbprofil sRGB als Zielfarbraum angegeben, so wird der Gammawert auch gleich mit angepasst. sRGB verwendet ein Gamma von 2,2. Die Anpassung übernimmt z. B. Photoshop automatisch, Sie bekommen bei richtiger Anwendung keine Farb- oder Graustufenänderungen im Bild. Einzig die Bilder werden größer, denn nun müssen ja drei Farbkanäle im Bild gespeichert werden versus 1 Kanal im Graustufenbild. Als JPEG gespeichert ist der Unterschied allerdings nur marginal. Selbstverständlich kann jedes andere Farbprofil verwendet werden wie Adobe-RGB, LStar-RGB, ECI-RGB usw.
Beim Druck mit RIP ist voreingestellt, dass gleiche RGB-Werte in allen drei Kanälen als Grauwert behandelt werden - das Ergebnis ist ein neutrales Graustufenbild auf Papier oder Leinwand.

Was unterscheidet Foto- und Fineart-Papier

Sonntag, den 18. März 2007

Ein langes Leben für eine gedruckte Fotografie ist unser aller Wunsch. Hochwertiges Papier und gute Tinten sind Garanten, das eine Fotografie uns lange erfreuen kann. Neben vielen Umwelteinflüssen wie Schadstoffen in der Luft, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung bestimmen aber gerade die Papiere, wie lange ein Kunstwerk uns erhalten bleibt. Epson hat mit seinen Ultrachrome-K3-Tinten eine gute Basis geschaffen (das K3 steht übrigens für 3 Schwarztöne - mit K wird in der Druckbranche das Schwarz bezeichnet, auch Tiefe genannt). Bis zu 75 Jahre sollen sie halten können. Doch ob unsere Finearts auch so lange halten, ist ganz wesentlich vom Bedruckstoff abhängig, denn beide gehen beim Druck eine besondere Verbindung ein.

Schon die spezielle Tintenbeschichtung eines Papiers oder Leinwand bestimmt, wie gut die Farben darauf zeitlich halten und nicht verblassen. Aber auch der Bedruckstoff selbst unterliegt Alterungen wie Vergilben und Zerfallen. Wer kennt nicht alte Zeitungen, die schon beim in die Hand nehmen in kleine Stücke sich auflösen.

Fotopapiere grundsätzlich sind für eine kürzere Lebensdauer konzipiert. Hier stehen günstige Herstellungskosten, knackige Farben und eine gute Griffigkeit im Vordergrund. Meist werden Fotopapiere auch in dunklen, lichtgeschützten Fotoalben aufbewahrt, wo so auch Umwelteinflüsse weniger Schaden anrichten. Ausstellungsfotos sind durch die offene Präsentation da schon anfälliger und sollten nicht zu hell aufgehängt werden. Eines der größten Schwachpunkte von Fotopapier sind die darin verwendeten optischen Aufheller, die für ein besonders strahlendes Weiß des Papiers sorgen. Optische Aufheller vergehen schneller als uns lieb ist, die Folge sind Vergilbungen am Foto.

Die im Papier verwendete Zellulose-Mischung bestimmt, wie lange die Fasern zusammen halten. Das ist das, was ich oben mit der alten Zeitung meinte. Irgendwann zerfällt das Papier, auch das Fineartpapier zerfällt irgendwann, doch mit Sicherheit wesentlich später als das Fotopapier.

Hahnemühle und alle anderen Fineart-Papier-Hersteller werben mit der besonderen Archivfestigkeit ihrer Papiere. Voraussetzungen sind säurefreie Herstellungsverfahren und der Verzicht auf optische Aufheller. Ein Test in den USA soll einem Druck mit Ultrachrome-K3-Tinten auf Hahnemühle PhotoRag eine Lebensdauer von weit über 100 Jahren bescheinigt haben. Eine Quelle dazu kann ich nicht nennen, es wurde mir auch nur so erzählt. Aber sollte das stimmen, so zeigt das, dass das Papier auch die Druckfarbenlebensdauer verlängern kann, denn Epson spricht ja nur von 75 Jahren für seine Tinten.

Fineart-Papiere sind nicht nur teurer in der Herstellung, sie werben auch als einzige mit einer Archivfestigkeit und Museumsqualität. Museen und Galerien stellen gerade an fotografische Drucke besondere Anforderungen bezüglich des Herstellungsverfahrens, bevor die Fotografien von ihnen angenommen werden. Versuchen Sie also gar nicht erst, eine Fotografie auf Fotopapier anzubieten, nehmen Sie gleich ein hochwertiges Fineart-Papier. Die Herstellerliste ist nicht sehr lang, doch die Auswahl immer noch gut: Innova, Crane, Hahnemühle um nur einige zu nennen.

Zusammenfassend die Vorteile von Fineart-Papieren: Keine optischen Aufheller - kein Vergilben des Papiers, säurefreie Herstellung - keine vorzeitige Farbänderung am Motiv, das Papier hält in jedem Fall länger als die Druckfarbe. Fineart-Papiere werden meist auch in festeren Grammaturen angeboten: Hahnemühle Fineart Pearl in 285 g/qm, Hahnemühle PhotoRag in 310 g/qm.

Eine Frage bleibt allerdings auch für mich, auf die mir vielleicht jemand eine Antwort geben kann: Fineart-Papiere, die das früher beliebte Barytfotopapier nachahmen, haben einen extrem hohen Weißegrad, der eigentlich auch nur durch optische Aufheller erreicht werden kann. Sind da optische Aufheller drin und sind das dann noch echte Fineart-Papiere?

Zweimal der WOW-Effekt

Sonntag, den 4. März 2007

Von meinem Erlebnis mit dem Hahnemühle Fineart Pearl habe ich ja schon in meinem vorherigen Beitrag geschwärmt und ich möchte das hier noch mal betonen, wie begeistert ich bin.

Jetzt zur Leinwand: Normalerweise drucke ich ausschließlich mit Fotoschwarz im Epson Pro. Doch jedes Material hat, besonders im Schwarz, seine Anforderungen an einen kontrastreichen und gesättigten Druck. Fotopapiere und auch das Hahnemühle Fineart Pearl verlangen nach dem Fotoschwarz, matte Materialien wie Hahnemühle PhotoRag und Leinwand verlangen nach Mattschwarz.

Das hängt damit zusammen, wie die Tinte in die Aufnahmeschicht eingebettet wird. Fotoschwarz wird von der Oberfläche aufgenommen und erhält so die Oberflächenstruktur. Besonders Glanz bleibt so erhalten. Das Ergebnis ist ein tiefes Schwarz. Matte Papiere saugen Fotoschwarz ein wenig auf, es vergraut dabei. Spätestens, wenn die Farbe ganz trocken ist, sieht Schwarz nur noch dunkelgrau aus. Durch geschickte Kalibrierung fällt das aber nicht besonders auf, es sei denn, man stellt einen Druck mit Mattschwarz daneben.

Der Unterschied ist in der Pigmentgröße der beiden Schwarze zu suchen. Fotoschwarz enthält ganz feine Pigmente, die in die Oberfläche einziehen. Mattschwarz enthält große Pigmente, die auf der Oberfläche liegen bleiben. Mattes Papier und auch die Leinwand werden idealerweise mit Pigmenten bedruckt, die groß sind und nicht in die Oberfläche einziehen können - sie bleiben auf der Oberfläche. Dadurch wird der Druck allerdings auch etwas empfindlicher gegen Abrieb - also Vorsicht im Umgang mit solchen Drucken.

Warum ich nicht immer mit Mattschwarz auf Leinwand drucke?

Da ist zum einen der Kostenfaktor: Beide Tinten lassen sich nicht gleichzeitig in der Druckmaschine verwenden, ich muss also tauschen. Der Epson Pro bietet dafür einen relativ einfachen Schwarzwechsel-Modus an und so dauert der Wechsel ungefähr 10-15 Minuten. Doch wird dabei Tinte vernichtet und Tinte ist teuer. Und das war bisher auch immer der Grund, der mich von einem grundsätzlichen Wechsel abgehalten hat. Es kostet bei jedem Wechsel bis zu 10 Euro Tinte und Wartungsbehälter, die unwiderbringlich verloren gehen. Mal eben einen Tintenwechsel für einen Druck auf Leinwand in 20×30 cm lohnt nicht, denn kann ich Ihnen nicht in Rechnung stellen.
Und zum anderen die erhöhte Empfindlichkeit der Drucke, die eine noch vorsichtigere Behandlung verlangt.

Wieviel mehr Schwarz bringt das?

Ein ungefähr 10 bis 15 Prozent tieferes Schwarz kann damit erzielt werden. Das scheint nicht viel, doch habe ich gerade eben Drucke gemacht - Stillifes vor schwarzem Hintergrund -, wo sich das ganz besonders gelohnt hat. Allein der bessere Kontrast, die Farben wirken vor dem tieferen Schwarz einfach leuchtender.

Und in Zukunft?

Alle anderen Drucke werden weiterhin mit Fotoschwarz gedruckt. Ich überlege aber eine Pro-Serie, bei der ich dann einmal wöchentlich auf Mattschwarz umstelle und in einem Rutsch alle bis dahin angefallenen Aufträge erledige. Sicher werden die Drucke dann ein klein wenig teuerer werden müssen, doch wer das möchte und die etwas längere Zeit warten kann, der wird mit einem tiefen Schwarz und kontrastreicheren Drucken belohnt.

Neue Leinwand-Optionen

Donnerstag, den 16. November 2006

Bislang konnten Sie bei mir die Leinwand nur mit bedrucktem Rand bestellen. Das wird ab sofort auch mit unbedrucktem Rand möglich sein. Mit Rand meine ich hier die Rahmenseitenkanten:

Leinwand mit und ohne bedrucktem Rand auf Keilrahmen

Die Produkte heißen jetzt Leinwand PUR PLUS RB / Leinwand gerahmt RB und Leinwand PUR PLUS RU / Leinwand gerahmt RU und unterscheiden sich wie in der obigen Abbildung gezeigt nur darin, ob das Motiv um den Rahmen umläuft oder eben nicht. Motive, die sehr knapp am Rand noch Bildwichtiges zeigten, wurden so immer unglücklich beschnitten, weil eben rundum 2 cm vom Motiv - insgesamt also 4 cm - auf den Seiten umgelegt wurde.

Was ist neu, was anders?

Leinwand PUR PLUS RB / Leinwand gerahmt RB: Dieses Produkt entspricht dem bislang angebotenen. Statt bisher 4 cm wird jetzt 5 cm größer gedruckt. Grund ist, das beim Einschlagen der Ecken manchmal von vorn ein bischen weiße, unbedruckte Leinwand zu sehen war. Mit dem etwas größeren Druck wird das nicht mehr passieren. RB = Rand bedruckt.

Leinwand PUR PLUS RU / Leinwand gerahmt RU: Dieser Druck wird um 1 cm größer gedruckt als das Rahmenformat. Der Rand ist also nicht wirklich unbedruckt, aber fast. Das Motiv geht rundum um 5 mm über den Rand. So wird vermieden, das, wenn beim Aufziehen das Bild etwas verrutscht, von vorne unbedruckte Leinwand zu sehen ist. Das Motiv deckt so zuverlässiger die sichtbare Rahmenfläche ab. Auf den leicht abgerundeten Rahmenkanten bleibt der mit 5 mm umgelegte Teil vom Motiv meist noch sichtbar. RU = Rand unbedruckt.

Wo bleibt der Eco-Druck?

Der Eco-Druck auf Leinwand ist tot, es lebe der Hires-Druck - zum Preis des Eco-Drucks! So, glaube ich, wird niemand den Eco-Druck wirklich vermissen. Höchste Qualität für Alle.