Archiv der Kategorie ‘Allgemein‘

KAPA-FIX und KAPA-Mount

Dienstag, den 24. April 2007

Ganz neu und dank dem neuen Laminator finden Sie bei mir auf Leichtschaumplatten aufgezogene Drucke.

kapa-aufhaengerklein.jpgDiese aufgezogenen, kaschierten Drucke können ganz einfach und ohne Rahmen an die Wand gehängt werden. So finden Sie neben den gerahmten Leinwanddrucken eine weitere Variante, um auch Fotos gleich nach dem Auspacken aufzuhängen. Sie erhalten Aufhänger, die ganz einfach rückseitig in die KAPA-Platten eingedrückt werden, mit jedem Bild.

Das Material

Die KAPA-Boards sind luftig leicht, haben eine hohe Eigensteifigkeit, gute Dimensionsstabilität, hohe Wärmebeständigkeit und der Polyurethanschaum ist FCKW-frei. Die mehrlagigen Deckschichten sorgen für eine ausgezeichnete Planlage.

kapa.png

KAPA-FIX und KAPA-Mount

KAPA-FIX ist vom Werk bereits mit einer selbstklebenden Seite ausgerüstet und wird von mir bei den M5-Produkten eingesetzt. M5-Produkte sind auf 5 mm KAPA-Boards aufgezogene Drucke ohne Schutzlaminat. Sie können Foto glossy, Foto semimatt und Hahnemühle Fineart Pearl aufgezogen bekommen.

Der Druck wird bei Raumtemperatur mit dem Laminator bei geringem Anpressdruck auf die selbstklebende Platte aufgebracht und hinterher auf Format zugeschnitten.

kapafix.png

Anwendungsgebiet: Alle Motive, die durch ein Laminat an Brillianz verlieren würden und wo sichergestellt ist, dass die Drucke nicht unabsichtlich mit blossen Händen berührt werden.

KAPA-Mount setze ich dann ein, wenn der Druck zusätzlich mit einem Laminat geschützt werden soll. KAPA-Mount wird ab Werk ohne Klebeseite geliefert. KAPA-Mount kommt beim M5L-Produkt zum Einsatz, wo der Druck auf einem 5 mm Board mit Schutzlaminat aufgebracht ist.

Das Laminat biete ich mit glänzender Oberfläche an. Erste Tests mit mattem Laminat zeigten, das die Drucke zu viel an Tiefe verloren. Beim glänzenden Laminat ist fast kein Verlust feststellbar.

Der Druck wird bei 40° Walzentemperatur gleichzeitig rückseitig mit einer Klebefolie und vorderseitig mit dem Laminat eingeschweisst. Nach einem groben Abschneiden des überstehenden Laminats wird bei Raumtemperatur mit dem Laminator und bei geringem Anpressdruck der nun klebende Druck auf die Platte aufgebracht und abschliessend auf Format geschnitten.

kapamount.png

Anwendungsgebiet: Drucke, die ohne Rahmen ausgestellt werden sollen und die einen zusätzlichen Schutz gegen Luftfeuchtigkeit und Umwelteinflüsse benötigen.

Preissturz bei Hahnemühle Fineart Pearl

Freitag, den 20. April 2007

Alle Hahnemühle Fineart Pearl Preise drastisch gesenkt.

Nein, das ist kein Ausverkauf. Für meine Preiskalkulation habe ich mir vor Jahren mal eine kleine Anwendung geschrieben. Als ich nun die Funktion für das Aufziehen und Laminieren integrierte, kamen mir die berechneten Preise bei den Kunstpapieren irgendwie komisch vor. Eine Überprüfung der verwendeten Logik, Formeln und Funktionen in der Anwendung, fand ich den Fehler: Eine doppelte Multiplikation fand statt, wo nicht sein sollte.

Asche auf mein Haupt, das mir der Fehler nicht früher auffiel. Ich hoffe, so wird die Akzeptanz für das von mehreren meiner Kundinnen und Kunden gelobte Papier deutlich zunehmen. Ich bitte diesen »fauxpas« zu entschuldigen.

Nun ist der Laminator eingeweiht

Donnerstag, den 19. April 2007

Früh um 8 gestern morgen kamen die ersten Helfer, gegen halb neun war der Techniker mit der neuen Maschine eingetroffen. Erst aber musste die alte Maschine aus dem Haus geschafft werden. Dazu wurde ausgiebig beratschlagt, denn erstens war die Maschine zu sperrig und zweitens zu schwer, um sie mal eben “unterm Arm” hinaus zu tragen. Als die erste Hürde genommen war, konnten die inzwischen auf 5 Helfer angewachsene Männerschar die Maschine dann doch sehr schnell verladen. Puh, das hatte mir in den vergangenen Tagen doch einige schlaflose Stunden gebracht. Vielen Dank für die tatkräftige Hilfe.

seal-54-base-7.jpg

Der neue Laminator war sehr viel einfacher an seinem Platz, als ich angenommen hatte. Zu zweit konnte die Maschine über Rampen ins Haus gebracht werden, selbst enge Türdurchgänge bereiteten keine Probleme, obwohl annähernd gleich schwer wie die alte Maschine und sogar etwas länger. Doch durch die schmale Bauweise und bessere Gewichtsverteilung ist die Maschine einfacher zu bewegen.

Dann begann der Techniker mich in die Bedienung der Maschine einzuweisen, was insgesamt doch gut vier Stunden dauerte. Laminatrollen einlegen, Drucke mit Schutzlaminat und selbstklebender Rückseite einlaminieren, Leichtschaumplatten mit selbstklebender Folie bekleben und mit Schutzfolie kaschieren und zu guter letzt einen Druck auf Platte aufbringen. Eine ganze Handvoll Knowhow wurde mir da aufgetischt und mal sehen, was ich davon in einigen Wochen noch weiß.

Ich konnte mir nicht vorstellen, wie viele Knöpfchen, Rädchen, Walzen und Einstellungen in solch einer im Prinzip doch recht simplen Maschine stecken können. Obere und untere Laminate müssen ausgerichtet sein, Laminat muss mit einem Anpressdruck von 60 bis 80 Prozent, eine Platte aber mit höchstens 40 Prozent aufgebracht werden, Vortrieb, Rückwärtslauf, Schnelllauf und Schneckenlauf, mal mit, mal ohne beheizte Walzen. Und dann noch versteckte Funktionen im Fussschalter.

Laminieren und Kaschieren gingen dann aber doch sehr einfach und die ersten Ergebnisse haben mich überzeugt. Eine gute Maschine und eine sinnvolle Erweiterung meines Dienstleistungsangebots.

Für die ersten Kaschierungen hatte ich mir schon Leichtschaumplatten bestellt, doch während der Arbeit damit zeigten sich Qualitätsunterschiede, auf die unbedingt geachtet werden muss. Die Platten hatte ich von Nielsen gekauft, einem Rahmenhersteller, von dem ich auch schon öfter Bilderrahmen bezogen hatte. Die Qualität der Rahmen war immer einwandfrei. Die Leichtschaumplatten, vor allem die einseitig selbstklebenden aber waren schon leicht gekrümmt. Hätte ich so einen Druck aufkaschiert, wäre die Krümmung noch stärker geworden, von Planlage keine Rede. Ein Ausweg hätte eine Gegenkaschierung auf der Rückseite sein können, doch unser Versuch änderte kaum etwas an der Krümmung. Fazit: Diese Leichtschaumplatten waren nicht zu gebrauchen. Bei teureren original KAPA-Platten soll das angeblich besser gelöst sein. Also habe ich mir heute solche bestellt und mal sehen, ob die wirklich besser sind.

Und auf eine glatte Oberfläche bei den Leichtschaumplatten muss ich unbedingt achten, denn die aufkaschierten Drucke zeigen jede Unebenheit unerbittlich. Zum Schluss bleibt noch die Entscheidung für ein Laminat bzw. dessen Oberfläche. Soll es glänzend sein, dann sehe ich jedes zufällig mit einlaminerte Staubkörnchen, aber die Drucke weisen eine sehr gute Tiefe auf, oder nehme ich lieber matt, dass leider eine Menge Tiefe aufsaugt und grauer erscheinen lässt, dafür aber Staubkörnchen einfach wegschluckt und in der Oberfläche weniger auf Kratzer reagiert. Ausserdem spiegelt die matte Folie nicht, was ja auch sehr wichtig sein kann. Kommentare dazu sind herzlich willkommen.

Morgen kommt der neue Laminator

Dienstag, den 17. April 2007

Inzwischen habe ich meinen Arbeitsplatz vorbereitet. Alles Überflüssige ist raus aus dem Raum, ein Aufräumen war dringend notwendig. Platz ist da für den immerhin 2 m breiten und gut 230 kg schweren neuen Laminator.

Den alten Laminator habe ich begonnen soweit zu zerlegen, wie eben möglich. Viel ist da aber nicht zum Abschrauben, und eine Übertiefe von 94 cm (Breite gut 160 cm) macht ein Durchkommen durch die insgesamt zu schmalen Türrahmen fast unmöglich. Mal sehen, ob der Techniker, der morgen die Neue bringt und die Alte mitnimmt noch Ideen hat, wie das Schwergewicht von über 300 kg leichter und schmaler gemacht werden kann. So jedenfalls bekommen wir die nicht aus dem Haus. Aber irgendwo, so erinnere ich mich, war noch eine Stellschraube versteckt, mit der der gesamte Oberbau mit seinen Walzen so viel gekippt werden kann, das die Hürde Türrahmen genommen werden kann ohne Schaden anzurichten.

Am späten Nachmittag werde ich einen Kollegen an den Termin morgen früh 8 Uhr erinnern und das mir vier kräftige Männer beim Rein- und Raustransport der Maschinen helfen müssen. Es ist nicht die erste Maschine die ich neu kaufe, doch ein wenig Aufregung ist noch immer - fast wie Lampenfieber.

Was macht ein Farbprofil im Graustufenbild?

Samstag, den 7. April 2007

Ein Bild, das nur Graustufen von Schwarz bis Weiß enthält, kann eigentlich nicht durch ein Farbprofil beschrieben werden, denn Farbinformationen sind ja nicht drin außer eben die schwarze Farbe. Aber ein Farbprofil enthält einen Gammawert, der hier dringend benötigt wird.
Macintosh- und Windows-Systeme verwenden leider nicht nur unterschiedliche Standardmonitorauflösungen - Macs = 72 dpi und Windows = 96 dpi - auch das Monitorgamma ist verschieden - Macs = 1,8 und Windows = 2,2. Das Gamma wirkt sich im gesamten Helligkeitsbereich aus, außer Schwarz und Weiß sind gleich. Ich habe hier zwei Bilder eingefügt mit einem Gamma von 1,8 und 2,2. Der Unterschied ist nicht sehr groß, jedenfalls in diesem Motiv, andere Motive mögen größere Unterschiede aufweisen. Mit einem ICC-Profil im Bild wäre kein Unterschied zu sehen.

Gamma 1,8
Bild mit Gamma 1,8

Gamma 2,2
Bild mit Gamma 2,2

Man kann ein Graustufenbild mit einem Graustufen-ICC-Profil abspeichern. Es gibt gerade mit professionellen Softwares meist Profile dazu. Mit Photoshop z. B. bekommt man automatisch Grau 1,8 und Grau 2,2 installiert. Nicht jeder weiss aber um die Wirkung eines Profils im Graustufenbild, denn wer von jeher mit einem Mac gearbeitet hat, weiß nichts von einer anderen Darstellung auf einem Windows.
Mein Workflow mit dem alles entscheidenden RIP (Raster Image Prozessor), das die im Bild vorhandenen Farben in Farben der Druckmaschine umrechnet, erwartet auch bei Graustufenbildern eine Angabe des Gammawerts. Ist keine Angabe - sprich kein Profil - im Bild, so wird ein Windowsgamma von 2,2 angenommen. Kommt das Bild nur einem Mac ohne Profil, wird der Druck zu dunkel ausfallen. Das ist ärgerlich.

Meine Empfehlung

Sind Sie sich nicht sicher, ob oder wie Sie ein Grauprofil ins Bild speichern können, dann führen Sie alle Arbeiten am Bild in Graustufen durch, bis das Bild Ihren Vorstellungen entspricht und wandeln es dann zurück ins RGB. Sie verlieren nichts. Kontrollieren Sie in Ihrem Bildbearbeitungsprogramm mit der Pipette, ob alle Graustufen gleiche RGB-Werte aufweisen. Ein mittleres Grau sollte 128 in Rot, Blau und Grün aufweisen.
Wird z. B. das Farbprofil sRGB als Zielfarbraum angegeben, so wird der Gammawert auch gleich mit angepasst. sRGB verwendet ein Gamma von 2,2. Die Anpassung übernimmt z. B. Photoshop automatisch, Sie bekommen bei richtiger Anwendung keine Farb- oder Graustufenänderungen im Bild. Einzig die Bilder werden größer, denn nun müssen ja drei Farbkanäle im Bild gespeichert werden versus 1 Kanal im Graustufenbild. Als JPEG gespeichert ist der Unterschied allerdings nur marginal. Selbstverständlich kann jedes andere Farbprofil verwendet werden wie Adobe-RGB, LStar-RGB, ECI-RGB usw.
Beim Druck mit RIP ist voreingestellt, dass gleiche RGB-Werte in allen drei Kanälen als Grauwert behandelt werden - das Ergebnis ist ein neutrales Graustufenbild auf Papier oder Leinwand.

Was unterscheidet Foto- und Fineart-Papier

Sonntag, den 18. März 2007

Ein langes Leben für eine gedruckte Fotografie ist unser aller Wunsch. Hochwertiges Papier und gute Tinten sind Garanten, das eine Fotografie uns lange erfreuen kann. Neben vielen Umwelteinflüssen wie Schadstoffen in der Luft, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung bestimmen aber gerade die Papiere, wie lange ein Kunstwerk uns erhalten bleibt. Epson hat mit seinen Ultrachrome-K3-Tinten eine gute Basis geschaffen (das K3 steht übrigens für 3 Schwarztöne - mit K wird in der Druckbranche das Schwarz bezeichnet, auch Tiefe genannt). Bis zu 75 Jahre sollen sie halten können. Doch ob unsere Finearts auch so lange halten, ist ganz wesentlich vom Bedruckstoff abhängig, denn beide gehen beim Druck eine besondere Verbindung ein.

Schon die spezielle Tintenbeschichtung eines Papiers oder Leinwand bestimmt, wie gut die Farben darauf zeitlich halten und nicht verblassen. Aber auch der Bedruckstoff selbst unterliegt Alterungen wie Vergilben und Zerfallen. Wer kennt nicht alte Zeitungen, die schon beim in die Hand nehmen in kleine Stücke sich auflösen.

Fotopapiere grundsätzlich sind für eine kürzere Lebensdauer konzipiert. Hier stehen günstige Herstellungskosten, knackige Farben und eine gute Griffigkeit im Vordergrund. Meist werden Fotopapiere auch in dunklen, lichtgeschützten Fotoalben aufbewahrt, wo so auch Umwelteinflüsse weniger Schaden anrichten. Ausstellungsfotos sind durch die offene Präsentation da schon anfälliger und sollten nicht zu hell aufgehängt werden. Eines der größten Schwachpunkte von Fotopapier sind die darin verwendeten optischen Aufheller, die für ein besonders strahlendes Weiß des Papiers sorgen. Optische Aufheller vergehen schneller als uns lieb ist, die Folge sind Vergilbungen am Foto.

Die im Papier verwendete Zellulose-Mischung bestimmt, wie lange die Fasern zusammen halten. Das ist das, was ich oben mit der alten Zeitung meinte. Irgendwann zerfällt das Papier, auch das Fineartpapier zerfällt irgendwann, doch mit Sicherheit wesentlich später als das Fotopapier.

Hahnemühle und alle anderen Fineart-Papier-Hersteller werben mit der besonderen Archivfestigkeit ihrer Papiere. Voraussetzungen sind säurefreie Herstellungsverfahren und der Verzicht auf optische Aufheller. Ein Test in den USA soll einem Druck mit Ultrachrome-K3-Tinten auf Hahnemühle PhotoRag eine Lebensdauer von weit über 100 Jahren bescheinigt haben. Eine Quelle dazu kann ich nicht nennen, es wurde mir auch nur so erzählt. Aber sollte das stimmen, so zeigt das, dass das Papier auch die Druckfarbenlebensdauer verlängern kann, denn Epson spricht ja nur von 75 Jahren für seine Tinten.

Fineart-Papiere sind nicht nur teurer in der Herstellung, sie werben auch als einzige mit einer Archivfestigkeit und Museumsqualität. Museen und Galerien stellen gerade an fotografische Drucke besondere Anforderungen bezüglich des Herstellungsverfahrens, bevor die Fotografien von ihnen angenommen werden. Versuchen Sie also gar nicht erst, eine Fotografie auf Fotopapier anzubieten, nehmen Sie gleich ein hochwertiges Fineart-Papier. Die Herstellerliste ist nicht sehr lang, doch die Auswahl immer noch gut: Innova, Crane, Hahnemühle um nur einige zu nennen.

Zusammenfassend die Vorteile von Fineart-Papieren: Keine optischen Aufheller - kein Vergilben des Papiers, säurefreie Herstellung - keine vorzeitige Farbänderung am Motiv, das Papier hält in jedem Fall länger als die Druckfarbe. Fineart-Papiere werden meist auch in festeren Grammaturen angeboten: Hahnemühle Fineart Pearl in 285 g/qm, Hahnemühle PhotoRag in 310 g/qm.

Eine Frage bleibt allerdings auch für mich, auf die mir vielleicht jemand eine Antwort geben kann: Fineart-Papiere, die das früher beliebte Barytfotopapier nachahmen, haben einen extrem hohen Weißegrad, der eigentlich auch nur durch optische Aufheller erreicht werden kann. Sind da optische Aufheller drin und sind das dann noch echte Fineart-Papiere?

Ausstellung »Israel: Staat – Volk – Land«

Sonntag, den 4. März 2007

Im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen zeigt der Fotograf Ralf Ziegler seine Bilder aus Israel.

Zur Woche der Brüderlichkeit eröffnet eine Ausstellung mit Bildern des Fotografen Ralf Ziegler einen subjektiven und unkommentierten Blick auf das reale Israel. Daneben bieten siebzehn Thesen - vom Arbeitskreis „Kirche und Judentum“ der Evangelischen Kirche der Pfalz in mehrjähriger kontrovers geführter Diskussion erarbeitet - Impulse zur grundsätzlichen Klärung unseres Verhältnisses zu Israel.

Ausstellungseröffnung: 8. März 2007, 19 Uhr
Eröffnungsvortrag: Lea Fleischmann liest aus ihrem neuen Buch “Meine Sprache wohnt woanders – Gedanken zu Deutschland und Israel”.
Veranstalter: Evangelische Akademie der Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Ernst-Bloch-Zentrum
Ausstellungszeitraum 11. März bis 20. Mai 2007
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro.
Öffnungszeiten während der „Woche der Brüderlichkeit“ (11. bis 17. März 2007): täglich außer Montag 14 bis 17 Uhr, Donnerstag 14 bis 20 Uhr.
Ansonsten gelten unsere üblichen Öffnungszeiten.

Zweimal der WOW-Effekt

Sonntag, den 4. März 2007

Von meinem Erlebnis mit dem Hahnemühle Fineart Pearl habe ich ja schon in meinem vorherigen Beitrag geschwärmt und ich möchte das hier noch mal betonen, wie begeistert ich bin.

Jetzt zur Leinwand: Normalerweise drucke ich ausschließlich mit Fotoschwarz im Epson Pro. Doch jedes Material hat, besonders im Schwarz, seine Anforderungen an einen kontrastreichen und gesättigten Druck. Fotopapiere und auch das Hahnemühle Fineart Pearl verlangen nach dem Fotoschwarz, matte Materialien wie Hahnemühle PhotoRag und Leinwand verlangen nach Mattschwarz.

Das hängt damit zusammen, wie die Tinte in die Aufnahmeschicht eingebettet wird. Fotoschwarz wird von der Oberfläche aufgenommen und erhält so die Oberflächenstruktur. Besonders Glanz bleibt so erhalten. Das Ergebnis ist ein tiefes Schwarz. Matte Papiere saugen Fotoschwarz ein wenig auf, es vergraut dabei. Spätestens, wenn die Farbe ganz trocken ist, sieht Schwarz nur noch dunkelgrau aus. Durch geschickte Kalibrierung fällt das aber nicht besonders auf, es sei denn, man stellt einen Druck mit Mattschwarz daneben.

Der Unterschied ist in der Pigmentgröße der beiden Schwarze zu suchen. Fotoschwarz enthält ganz feine Pigmente, die in die Oberfläche einziehen. Mattschwarz enthält große Pigmente, die auf der Oberfläche liegen bleiben. Mattes Papier und auch die Leinwand werden idealerweise mit Pigmenten bedruckt, die groß sind und nicht in die Oberfläche einziehen können - sie bleiben auf der Oberfläche. Dadurch wird der Druck allerdings auch etwas empfindlicher gegen Abrieb - also Vorsicht im Umgang mit solchen Drucken.

Warum ich nicht immer mit Mattschwarz auf Leinwand drucke?

Da ist zum einen der Kostenfaktor: Beide Tinten lassen sich nicht gleichzeitig in der Druckmaschine verwenden, ich muss also tauschen. Der Epson Pro bietet dafür einen relativ einfachen Schwarzwechsel-Modus an und so dauert der Wechsel ungefähr 10-15 Minuten. Doch wird dabei Tinte vernichtet und Tinte ist teuer. Und das war bisher auch immer der Grund, der mich von einem grundsätzlichen Wechsel abgehalten hat. Es kostet bei jedem Wechsel bis zu 10 Euro Tinte und Wartungsbehälter, die unwiderbringlich verloren gehen. Mal eben einen Tintenwechsel für einen Druck auf Leinwand in 20×30 cm lohnt nicht, denn kann ich Ihnen nicht in Rechnung stellen.
Und zum anderen die erhöhte Empfindlichkeit der Drucke, die eine noch vorsichtigere Behandlung verlangt.

Wieviel mehr Schwarz bringt das?

Ein ungefähr 10 bis 15 Prozent tieferes Schwarz kann damit erzielt werden. Das scheint nicht viel, doch habe ich gerade eben Drucke gemacht - Stillifes vor schwarzem Hintergrund -, wo sich das ganz besonders gelohnt hat. Allein der bessere Kontrast, die Farben wirken vor dem tieferen Schwarz einfach leuchtender.

Und in Zukunft?

Alle anderen Drucke werden weiterhin mit Fotoschwarz gedruckt. Ich überlege aber eine Pro-Serie, bei der ich dann einmal wöchentlich auf Mattschwarz umstelle und in einem Rutsch alle bis dahin angefallenen Aufträge erledige. Sicher werden die Drucke dann ein klein wenig teuerer werden müssen, doch wer das möchte und die etwas längere Zeit warten kann, der wird mit einem tiefen Schwarz und kontrastreicheren Drucken belohnt.

Hahnemühle Fineart Pearl - mein neuer Liebling

Donnerstag, den 15. Februar 2007

Gestern habe ich nun eigene Motive erstmals auf dem Hahnemühle Fineart Pearl gedruckt und ich bin begeistert. Ein super Kontrast, eine sehr gute Tiefe, scharfe Kanten und auch sonst, ein Druckbild, das sich sehen lassen kann. Mein neuer Liebling.

Solch ein Schwarz habe ich noch auf keinem anderen Material hinbekommen, selbst auf dem erstklassigen Fotopapier sieht das Schwarz dagegen nur dunkelgrau aus. Und der Druck mit 2880 dpi zeigt hier seine ganze Qualität.

Das Hahnemühle Fineart Pearl bringt die Qualitäten und Haptik des uralten Barytfotopapiers in unsere digitale Zeit. Das Papier wiegt 285 g pro qm und hat eine matt glänzende Oberfläche mit sehr hoher Weiße. Das Papier ist sowohl als Blattware als auch in verschiedenen Rollenbreiten verfügbar. Die Blattware im Bogenformat DIN A2 habe ich in meinem vorherigen Posting schon im Einsatz beschrieben.

Drucke für’s Passepartout

Donnerstag, den 15. Februar 2007

Heute habe ich mal ein Testprodukt im Shop angelegt: Drucke auf Hahnemühle Fineart Pearl im Bogenformat DIN A2 (42,0×59,4 cm).

Als Rahmen wählte ich einen 50×70 cm Alurahmen von Nielsen-Bainbridge, besorgte mir bei http://www.passepartout-versand.de/ Passepartouts mit einem Ausschnitt von 40×53 cm und druckte meine Motive mittig auf DIN A2 Bogen von Hahnemühles Fineart Pearl. Der unbedruckte Bereich verschwindet nun hinter dem Passepartoutausschnitt und dient zum Befestigen des Drucks am Passepartout. Das Motiv sollte ein klein wenig größer gedruckt werden, damit es später nicht zu Passerproblemen im Passepartoutausschnitt kommt.

Das sieht super aus und liegt schön plan im Rahmen. Jetzt neu im Shop.