Ich hatte vor Jahren mal die aufgezogenen Fotodrucke auf Kromapappe und KAPA im Angebot. Das hat sich irgendwann als nicht optimal heraus gestellt. Einerseits sind die Kleber nicht für eine lange Haltbarkeit der Drucke zuträglich – da reagiert doch Chemie im Kleber mit den Farben im Druck – und andererseits waren die teuer und sehr anfällig gegen mechanische Beschädigungen. Jedenfalls hatte ich davon verabschiedet und die aus meinem Programm herausgenommen. Das bleibt auch so!
Was tue ich dann, werden Sie vielleicht fragen?
Nun, gute Fotodrucke sollten einen guten Rahmen bekommen – meine jedenfalls ich. Die Auswahl ist riesengroß und für jeden Zweck, Anlaß und Geldbeutel ist was dabei. Rahmen haben üblicherweise eine Glasscheibe vorn, wodurch man den Print betrachtet. Das Glas schützt den Druck gegen den Betrachter – man denke nur an Menschen mit einer feuchten Aussprache – und das Glas ist sogar leicht zu reinigen. Würde ein Druck aber direkt am Glas anliegen, so bietet das Glas über kurz oder lang ein Biotop für Schimmelpilze. Immer dort, wor Druck und Glas direkten Kontakt haben, kann sich Feuchtigkeit aus der Luft sammeln und dann gibt es irgendwann Flecken. Damit der Schimmel keine Chance bekommt, rät der Profi zu einem Passepartout, möglichst aus säurefreiem Karton. Das Passepartout schafft dem Bild einen Freiraum zum Rahmen und hält den Druck vom Glas fern. So mache ich das jetzt seit vielen Jahren und bin sehr zufrieden. Einziger Wermutstropfen: Ich kann Ihnen fertig gerahmte Bilder nicht verkaufen, denn ein Versand der Rahmen mit Glas ist einfach zu riskant.
Ich wurde in den vergangenen Wochen mehrfach nach meinem Angebot der Drucke auf KAPA gefragt: Nun, wie ich sagte, die gibt es nicht mehr und wird es bei mir auch auch nicht mehr geben. Wer trotzdem seine Lieblingsmotive gerne so präsentieren möchte, dem empfehle ich Alu-DiBond-Platten. Otto Küper hat zum Beispiel welche in seinem Angebot, die sogar schon mit einer selbstklebenden Schicht ausgestattet sind. So was gibt es sonst nirgends. Und man kann sich die Platten einzeln dort bestellen zu, wie ich finde, moderaten Preisen. Seine Webseite finden Sie unter http://www.kueper-kg.de/.
Als Alternative zu aufgezogenen Prints hat sich auch der Leinwanddruck etabliert. Ich mag die matte Oberfläche mit ihrer feinen Struktur und solch ein Druck zeigt sich sogar für den häufigen Transport robust genug. Natürlich lässt sich ein Canvasdruck auch noch aufwerten, indem ein Schattenfugenrahmen ihn umrahmt. Schattenfugenrahmen sind Leisten in L-Form, wobei nur die senkrechte Kante von vorn zu sehen ist. Dabei ist solch ein Rahmen innen immer gut 1 bis 2 cm größer als der Keilrahmen. Dieser offene Zwischenraum ist dann als Fuge im Schatten um den Leinwanddruck zu sehen. Die Wirkung ist toll und sehr wertig. Vielleicht werde ich das Produkt mal zusätzlich ins Angebot aufnehmen. Bis dahin gibt es viele Anbieter, bei denen man die Schattenfugenrahmen kaufen kann: boesner, canvasi.de und auch die bekannten Rahmenhersteller wie Halbe und Nielsen-Bainbridge.