Am Donnerstag konnte ich bei einer Demo die Funktionsweise der Durst JOTA Fotobuchdruckmaschine erleben. Das ganze war ein erstaunliches Erlebnis und ich bin begeistert vom Druckergebnis.
Im Innern der Maschine arbeiten zwei Epson 4800 Inkjetdrucker, die nacheinander die Vorder- und Rückseite eines 43×61 cm großen Bogens beidseitig beschichten Fotopapiers bedrucken. Bevor der Bogen die Maschine verlässt, werden die einzelnen Buchseiten aus dem Bogen von einer XY-Schneidemaschine, eine Schneidemaschine, die also alle Seiten eines Blattes schneiden kann, heraus geschnitten. Im Ausgabefach landen die fertigen Buchseiten. Das geht auch ganz zügig für einen Inkjetdrucker und so lassen sich pro Stunde doch zwei bis drei Bücher im Format 30×20 cm herstellen. Im Anschluss erledigt der Bediener die Buchbindung. Dazu werden im ersten Schritt die Seiten genau ausgerichtet und im Rücken das Papier ausgefräst. Das ist notwendig, damit im nächsten Schritt der Kleber die Papiere gut verbindet. Im zweiten Schritt werden die Buchinnenseiten mit den Vorsatzblättern zusammen verklebt. Und im dritten Schritt wird der Buchinnenteil ins Hardcover eingeklebt.
Mein Fazit: Sehr gute Druckergebnisse auf echtem Inkjet-Fotopapier (immerhin 270 g/qm) und eine passable Bindung. Das Ergebnis kann sich sehr gut sehen lassen.
Wermutstropfen: Ich kam zu der Demo mit einem Stapel Buchlayouts und hatte die im Dateiformat PDF gespeichert. Leider kann die Drucksoftware der JOTA PDFs nicht verarbeiten, so dass der nette Kollege die PDF-Seiten einzeln in TIFFs umwandeln musste. Das hätte ich ihm gerne erspart, hätte ich doch so vielleicht zwei Bücher mit nehmen können. So schafften wir in den wenigen Stunden, die alle Aspekte des Drucksystems mit Layoutsoftware, Workflowsoftware, Druckmaschine, Buchbindestation und Material umfasste, leider nur ein angebrochenes Buch.
Ich hätte gerne einen Auftrag für eine solche Maschine unterschrieben, wenn da nicht der Kaufpreis wäre, der einen Kauf doch gut überlegt sein lassen will.