Nun ist der Laminator eingeweiht
Früh um 8 gestern morgen kamen die ersten Helfer, gegen halb neun war der Techniker mit der neuen Maschine eingetroffen. Erst aber musste die alte Maschine aus dem Haus geschafft werden. Dazu wurde ausgiebig beratschlagt, denn erstens war die Maschine zu sperrig und zweitens zu schwer, um sie mal eben “unterm Arm” hinaus zu tragen. Als die erste Hürde genommen war, konnten die inzwischen auf 5 Helfer angewachsene Männerschar die Maschine dann doch sehr schnell verladen. Puh, das hatte mir in den vergangenen Tagen doch einige schlaflose Stunden gebracht. Vielen Dank für die tatkräftige Hilfe.

Der neue Laminator war sehr viel einfacher an seinem Platz, als ich angenommen hatte. Zu zweit konnte die Maschine über Rampen ins Haus gebracht werden, selbst enge Türdurchgänge bereiteten keine Probleme, obwohl annähernd gleich schwer wie die alte Maschine und sogar etwas länger. Doch durch die schmale Bauweise und bessere Gewichtsverteilung ist die Maschine einfacher zu bewegen.
Dann begann der Techniker mich in die Bedienung der Maschine einzuweisen, was insgesamt doch gut vier Stunden dauerte. Laminatrollen einlegen, Drucke mit Schutzlaminat und selbstklebender Rückseite einlaminieren, Leichtschaumplatten mit selbstklebender Folie bekleben und mit Schutzfolie kaschieren und zu guter letzt einen Druck auf Platte aufbringen. Eine ganze Handvoll Knowhow wurde mir da aufgetischt und mal sehen, was ich davon in einigen Wochen noch weiß.
Ich konnte mir nicht vorstellen, wie viele Knöpfchen, Rädchen, Walzen und Einstellungen in solch einer im Prinzip doch recht simplen Maschine stecken können. Obere und untere Laminate müssen ausgerichtet sein, Laminat muss mit einem Anpressdruck von 60 bis 80 Prozent, eine Platte aber mit höchstens 40 Prozent aufgebracht werden, Vortrieb, Rückwärtslauf, Schnelllauf und Schneckenlauf, mal mit, mal ohne beheizte Walzen. Und dann noch versteckte Funktionen im Fussschalter.
Laminieren und Kaschieren gingen dann aber doch sehr einfach und die ersten Ergebnisse haben mich überzeugt. Eine gute Maschine und eine sinnvolle Erweiterung meines Dienstleistungsangebots.
Für die ersten Kaschierungen hatte ich mir schon Leichtschaumplatten bestellt, doch während der Arbeit damit zeigten sich Qualitätsunterschiede, auf die unbedingt geachtet werden muss. Die Platten hatte ich von Nielsen gekauft, einem Rahmenhersteller, von dem ich auch schon öfter Bilderrahmen bezogen hatte. Die Qualität der Rahmen war immer einwandfrei. Die Leichtschaumplatten, vor allem die einseitig selbstklebenden aber waren schon leicht gekrümmt. Hätte ich so einen Druck aufkaschiert, wäre die Krümmung noch stärker geworden, von Planlage keine Rede. Ein Ausweg hätte eine Gegenkaschierung auf der Rückseite sein können, doch unser Versuch änderte kaum etwas an der Krümmung. Fazit: Diese Leichtschaumplatten waren nicht zu gebrauchen. Bei teureren original KAPA-Platten soll das angeblich besser gelöst sein. Also habe ich mir heute solche bestellt und mal sehen, ob die wirklich besser sind.
Und auf eine glatte Oberfläche bei den Leichtschaumplatten muss ich unbedingt achten, denn die aufkaschierten Drucke zeigen jede Unebenheit unerbittlich. Zum Schluss bleibt noch die Entscheidung für ein Laminat bzw. dessen Oberfläche. Soll es glänzend sein, dann sehe ich jedes zufällig mit einlaminerte Staubkörnchen, aber die Drucke weisen eine sehr gute Tiefe auf, oder nehme ich lieber matt, dass leider eine Menge Tiefe aufsaugt und grauer erscheinen lässt, dafür aber Staubkörnchen einfach wegschluckt und in der Oberfläche weniger auf Kratzer reagiert. Ausserdem spiegelt die matte Folie nicht, was ja auch sehr wichtig sein kann. Kommentare dazu sind herzlich willkommen.