Monatsarchiv für April 2007

KAPA-FIX und KAPA-Mount

Dienstag, den 24. April 2007

Ganz neu und dank dem neuen Laminator finden Sie bei mir auf Leichtschaumplatten aufgezogene Drucke.

kapa-aufhaengerklein.jpgDiese aufgezogenen, kaschierten Drucke können ganz einfach und ohne Rahmen an die Wand gehängt werden. So finden Sie neben den gerahmten Leinwanddrucken eine weitere Variante, um auch Fotos gleich nach dem Auspacken aufzuhängen. Sie erhalten Aufhänger, die ganz einfach rückseitig in die KAPA-Platten eingedrückt werden, mit jedem Bild.

Das Material

Die KAPA-Boards sind luftig leicht, haben eine hohe Eigensteifigkeit, gute Dimensionsstabilität, hohe Wärmebeständigkeit und der Polyurethanschaum ist FCKW-frei. Die mehrlagigen Deckschichten sorgen für eine ausgezeichnete Planlage.

kapa.png

KAPA-FIX und KAPA-Mount

KAPA-FIX ist vom Werk bereits mit einer selbstklebenden Seite ausgerüstet und wird von mir bei den M5-Produkten eingesetzt. M5-Produkte sind auf 5 mm KAPA-Boards aufgezogene Drucke ohne Schutzlaminat. Sie können Foto glossy, Foto semimatt und Hahnemühle Fineart Pearl aufgezogen bekommen.

Der Druck wird bei Raumtemperatur mit dem Laminator bei geringem Anpressdruck auf die selbstklebende Platte aufgebracht und hinterher auf Format zugeschnitten.

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Anwendungsgebiet: Alle Motive, die durch ein Laminat an Brillianz verlieren würden und wo sichergestellt ist, dass die Drucke nicht unabsichtlich mit blossen Händen berührt werden.

KAPA-Mount setze ich dann ein, wenn der Druck zusätzlich mit einem Laminat geschützt werden soll. KAPA-Mount wird ab Werk ohne Klebeseite geliefert. KAPA-Mount kommt beim M5L-Produkt zum Einsatz, wo der Druck auf einem 5 mm Board mit Schutzlaminat aufgebracht ist.

Das Laminat biete ich mit glänzender Oberfläche an. Erste Tests mit mattem Laminat zeigten, das die Drucke zu viel an Tiefe verloren. Beim glänzenden Laminat ist fast kein Verlust feststellbar.

Der Druck wird bei 40° Walzentemperatur gleichzeitig rückseitig mit einer Klebefolie und vorderseitig mit dem Laminat eingeschweisst. Nach einem groben Abschneiden des überstehenden Laminats wird bei Raumtemperatur mit dem Laminator und bei geringem Anpressdruck der nun klebende Druck auf die Platte aufgebracht und abschliessend auf Format geschnitten.

kapamount.png

Anwendungsgebiet: Drucke, die ohne Rahmen ausgestellt werden sollen und die einen zusätzlichen Schutz gegen Luftfeuchtigkeit und Umwelteinflüsse benötigen.

Preissturz bei Hahnemühle Fineart Pearl

Freitag, den 20. April 2007

Alle Hahnemühle Fineart Pearl Preise drastisch gesenkt.

Nein, das ist kein Ausverkauf. Für meine Preiskalkulation habe ich mir vor Jahren mal eine kleine Anwendung geschrieben. Als ich nun die Funktion für das Aufziehen und Laminieren integrierte, kamen mir die berechneten Preise bei den Kunstpapieren irgendwie komisch vor. Eine Überprüfung der verwendeten Logik, Formeln und Funktionen in der Anwendung, fand ich den Fehler: Eine doppelte Multiplikation fand statt, wo nicht sein sollte.

Asche auf mein Haupt, das mir der Fehler nicht früher auffiel. Ich hoffe, so wird die Akzeptanz für das von mehreren meiner Kundinnen und Kunden gelobte Papier deutlich zunehmen. Ich bitte diesen »fauxpas« zu entschuldigen.

Nun ist der Laminator eingeweiht

Donnerstag, den 19. April 2007

Früh um 8 gestern morgen kamen die ersten Helfer, gegen halb neun war der Techniker mit der neuen Maschine eingetroffen. Erst aber musste die alte Maschine aus dem Haus geschafft werden. Dazu wurde ausgiebig beratschlagt, denn erstens war die Maschine zu sperrig und zweitens zu schwer, um sie mal eben “unterm Arm” hinaus zu tragen. Als die erste Hürde genommen war, konnten die inzwischen auf 5 Helfer angewachsene Männerschar die Maschine dann doch sehr schnell verladen. Puh, das hatte mir in den vergangenen Tagen doch einige schlaflose Stunden gebracht. Vielen Dank für die tatkräftige Hilfe.

seal-54-base-7.jpg

Der neue Laminator war sehr viel einfacher an seinem Platz, als ich angenommen hatte. Zu zweit konnte die Maschine über Rampen ins Haus gebracht werden, selbst enge Türdurchgänge bereiteten keine Probleme, obwohl annähernd gleich schwer wie die alte Maschine und sogar etwas länger. Doch durch die schmale Bauweise und bessere Gewichtsverteilung ist die Maschine einfacher zu bewegen.

Dann begann der Techniker mich in die Bedienung der Maschine einzuweisen, was insgesamt doch gut vier Stunden dauerte. Laminatrollen einlegen, Drucke mit Schutzlaminat und selbstklebender Rückseite einlaminieren, Leichtschaumplatten mit selbstklebender Folie bekleben und mit Schutzfolie kaschieren und zu guter letzt einen Druck auf Platte aufbringen. Eine ganze Handvoll Knowhow wurde mir da aufgetischt und mal sehen, was ich davon in einigen Wochen noch weiß.

Ich konnte mir nicht vorstellen, wie viele Knöpfchen, Rädchen, Walzen und Einstellungen in solch einer im Prinzip doch recht simplen Maschine stecken können. Obere und untere Laminate müssen ausgerichtet sein, Laminat muss mit einem Anpressdruck von 60 bis 80 Prozent, eine Platte aber mit höchstens 40 Prozent aufgebracht werden, Vortrieb, Rückwärtslauf, Schnelllauf und Schneckenlauf, mal mit, mal ohne beheizte Walzen. Und dann noch versteckte Funktionen im Fussschalter.

Laminieren und Kaschieren gingen dann aber doch sehr einfach und die ersten Ergebnisse haben mich überzeugt. Eine gute Maschine und eine sinnvolle Erweiterung meines Dienstleistungsangebots.

Für die ersten Kaschierungen hatte ich mir schon Leichtschaumplatten bestellt, doch während der Arbeit damit zeigten sich Qualitätsunterschiede, auf die unbedingt geachtet werden muss. Die Platten hatte ich von Nielsen gekauft, einem Rahmenhersteller, von dem ich auch schon öfter Bilderrahmen bezogen hatte. Die Qualität der Rahmen war immer einwandfrei. Die Leichtschaumplatten, vor allem die einseitig selbstklebenden aber waren schon leicht gekrümmt. Hätte ich so einen Druck aufkaschiert, wäre die Krümmung noch stärker geworden, von Planlage keine Rede. Ein Ausweg hätte eine Gegenkaschierung auf der Rückseite sein können, doch unser Versuch änderte kaum etwas an der Krümmung. Fazit: Diese Leichtschaumplatten waren nicht zu gebrauchen. Bei teureren original KAPA-Platten soll das angeblich besser gelöst sein. Also habe ich mir heute solche bestellt und mal sehen, ob die wirklich besser sind.

Und auf eine glatte Oberfläche bei den Leichtschaumplatten muss ich unbedingt achten, denn die aufkaschierten Drucke zeigen jede Unebenheit unerbittlich. Zum Schluss bleibt noch die Entscheidung für ein Laminat bzw. dessen Oberfläche. Soll es glänzend sein, dann sehe ich jedes zufällig mit einlaminerte Staubkörnchen, aber die Drucke weisen eine sehr gute Tiefe auf, oder nehme ich lieber matt, dass leider eine Menge Tiefe aufsaugt und grauer erscheinen lässt, dafür aber Staubkörnchen einfach wegschluckt und in der Oberfläche weniger auf Kratzer reagiert. Ausserdem spiegelt die matte Folie nicht, was ja auch sehr wichtig sein kann. Kommentare dazu sind herzlich willkommen.

Morgen kommt der neue Laminator

Dienstag, den 17. April 2007

Inzwischen habe ich meinen Arbeitsplatz vorbereitet. Alles Überflüssige ist raus aus dem Raum, ein Aufräumen war dringend notwendig. Platz ist da für den immerhin 2 m breiten und gut 230 kg schweren neuen Laminator.

Den alten Laminator habe ich begonnen soweit zu zerlegen, wie eben möglich. Viel ist da aber nicht zum Abschrauben, und eine Übertiefe von 94 cm (Breite gut 160 cm) macht ein Durchkommen durch die insgesamt zu schmalen Türrahmen fast unmöglich. Mal sehen, ob der Techniker, der morgen die Neue bringt und die Alte mitnimmt noch Ideen hat, wie das Schwergewicht von über 300 kg leichter und schmaler gemacht werden kann. So jedenfalls bekommen wir die nicht aus dem Haus. Aber irgendwo, so erinnere ich mich, war noch eine Stellschraube versteckt, mit der der gesamte Oberbau mit seinen Walzen so viel gekippt werden kann, das die Hürde Türrahmen genommen werden kann ohne Schaden anzurichten.

Am späten Nachmittag werde ich einen Kollegen an den Termin morgen früh 8 Uhr erinnern und das mir vier kräftige Männer beim Rein- und Raustransport der Maschinen helfen müssen. Es ist nicht die erste Maschine die ich neu kaufe, doch ein wenig Aufregung ist noch immer - fast wie Lampenfieber.

Was macht ein Farbprofil im Graustufenbild?

Samstag, den 7. April 2007

Ein Bild, das nur Graustufen von Schwarz bis Weiß enthält, kann eigentlich nicht durch ein Farbprofil beschrieben werden, denn Farbinformationen sind ja nicht drin außer eben die schwarze Farbe. Aber ein Farbprofil enthält einen Gammawert, der hier dringend benötigt wird.
Macintosh- und Windows-Systeme verwenden leider nicht nur unterschiedliche Standardmonitorauflösungen - Macs = 72 dpi und Windows = 96 dpi - auch das Monitorgamma ist verschieden - Macs = 1,8 und Windows = 2,2. Das Gamma wirkt sich im gesamten Helligkeitsbereich aus, außer Schwarz und Weiß sind gleich. Ich habe hier zwei Bilder eingefügt mit einem Gamma von 1,8 und 2,2. Der Unterschied ist nicht sehr groß, jedenfalls in diesem Motiv, andere Motive mögen größere Unterschiede aufweisen. Mit einem ICC-Profil im Bild wäre kein Unterschied zu sehen.

Gamma 1,8
Bild mit Gamma 1,8

Gamma 2,2
Bild mit Gamma 2,2

Man kann ein Graustufenbild mit einem Graustufen-ICC-Profil abspeichern. Es gibt gerade mit professionellen Softwares meist Profile dazu. Mit Photoshop z. B. bekommt man automatisch Grau 1,8 und Grau 2,2 installiert. Nicht jeder weiss aber um die Wirkung eines Profils im Graustufenbild, denn wer von jeher mit einem Mac gearbeitet hat, weiß nichts von einer anderen Darstellung auf einem Windows.
Mein Workflow mit dem alles entscheidenden RIP (Raster Image Prozessor), das die im Bild vorhandenen Farben in Farben der Druckmaschine umrechnet, erwartet auch bei Graustufenbildern eine Angabe des Gammawerts. Ist keine Angabe - sprich kein Profil - im Bild, so wird ein Windowsgamma von 2,2 angenommen. Kommt das Bild nur einem Mac ohne Profil, wird der Druck zu dunkel ausfallen. Das ist ärgerlich.

Meine Empfehlung

Sind Sie sich nicht sicher, ob oder wie Sie ein Grauprofil ins Bild speichern können, dann führen Sie alle Arbeiten am Bild in Graustufen durch, bis das Bild Ihren Vorstellungen entspricht und wandeln es dann zurück ins RGB. Sie verlieren nichts. Kontrollieren Sie in Ihrem Bildbearbeitungsprogramm mit der Pipette, ob alle Graustufen gleiche RGB-Werte aufweisen. Ein mittleres Grau sollte 128 in Rot, Blau und Grün aufweisen.
Wird z. B. das Farbprofil sRGB als Zielfarbraum angegeben, so wird der Gammawert auch gleich mit angepasst. sRGB verwendet ein Gamma von 2,2. Die Anpassung übernimmt z. B. Photoshop automatisch, Sie bekommen bei richtiger Anwendung keine Farb- oder Graustufenänderungen im Bild. Einzig die Bilder werden größer, denn nun müssen ja drei Farbkanäle im Bild gespeichert werden versus 1 Kanal im Graustufenbild. Als JPEG gespeichert ist der Unterschied allerdings nur marginal. Selbstverständlich kann jedes andere Farbprofil verwendet werden wie Adobe-RGB, LStar-RGB, ECI-RGB usw.
Beim Druck mit RIP ist voreingestellt, dass gleiche RGB-Werte in allen drei Kanälen als Grauwert behandelt werden - das Ergebnis ist ein neutrales Graustufenbild auf Papier oder Leinwand.