Neue Leinwand, neue Qualität

Bisher konnten Sie bei uns zwischen der Leinwand Eco mit 340 g/qm und der Leinwand Fineart mit 350 g/qm Flächengewicht wählen. Das ist jetzt Vergangenheit. Eine Leinwand von Epson mit einem Flächengewicht von 375 g/qm in zwei Qualitäten: mit 720 dpi oder 1440 dpi bedruckt.

Warum dieser Wechsel?

Die Leinwand Eco war eine sehr günstige Leinwand mit akzeptablem Preis-/Leistungsverhältnis. Nicht schlecht, aber eben auch nicht Spitze. Sie wies aber für mich zu starke Qualitätsschwankungen auf - oft waren leichte Pickel in der Beschichtung zu finden, die nicht dahin gehörten und den Druckkopf beschädigen konnten. Solche Stellen mussten raus genommen und Drucke dadurch wiederholt werden.

Die Leinwand Fineart mit ihrer seidenglänzenden Oberfläche war eine sehr hochwertige Leinwand mit edler Anmutung, feiner Webung und sehr gutem Druckbild. Nachteile waren der sehr hohe Preis und nur eine Verfügbarkeit bis 36 Zoll Breite. Damit waren also nur Drucke bis 80 cm Bildbreite machbar, Ränder zum Umschlagen mussten ja noch dazu gerechnet werden.

Beiden gemeinsam war ein Fehlen einer kleinen Rollenbreite von 24 Zoll für kleine Bildgrößen und keinerlei Aussagen über Haltbarkeit der Farbe nach dem Druck - hier konnten nur Vermutungen angestellt werden.

Was zeichnet die neue Leinwand aus?

Die neue Leinwand ist die »Water Resistant Matte Canvas for Epson« von Epson. Vor kurzem hatten wir auf den Maschinenpark auf den neuen Epson Pro 9800 Drucker umgestellt und was harmoniert besser als Maschine und Verbrauchsmaterial vom gleichen Hersteller.

Die Leinwand hat ein Flächengewicht von 375 g/qm, eine matte Oberfläche und eine sehr feine Webung. Gerade die Webung hat mich sehr beeindruckt. Die Leinwand Eco hatte verglichen dazu ein groberes Garn und größere Maschen, die Leinwand Fineart hatte gleich feines Garn aber auch grobere Maschen. Das wirkte sich in einer etwas stärkeren Lappigkeit aus - sie fühlten sich weicher an. Man kann das vergleichen mit einer Jeans aus frühen Jahren aus dem Supermarkt und einer Markenjeans - einmal dünner Stoff, einmal fester Stoff. Hier führt das feine Garn und die Menge der Fäden pro Quadratzentimeter - oder wie die Maßeinheit auch immer sein mag - zu einer fein gewebten Oberfläche mit großer Steifigkeit. Sie lässt sich auch wunderbar aufziehen - kein Reißen beim Spannen mit der Zange und nur wenig Verziehen.

Epson verspricht für seine Ultrachrome K3 (TM) Tinten 75 Jahre, reine Schwarzweissdrucke sollen gar bis 100/200 Jahre halten (hier gibt es unterschiedliche Aussagen, ob nun 100 oder 200 Jahre). Die verwenden wir auch.

Was ist noch zu beachten?

Wenn Sie Ihre Drucke besonders lange erhalten wollen, so gilt es natürlich mehr zu beachten. Epson empfiehlt idealerweise eine Aufbewahrung an einem kühlen, dunklen Ort. Hohe Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und direkte Sonneneinstrahlung sollten vermieden werden. Auch eine Sprühbeschichtung wird empfohlen, am besten mit auf Wasserbasis. Hier gibt Epson einen Hinweis auf »Premier Art Eco Print Shield« und zu weiteren Informationen: www.firnis.com. Wer mag kann auch den Sprühlack von Hahnemühle testen, den ich schon früher kurz erwähnt hatte.

4 Reaktionen zu “Neue Leinwand, neue Qualität”

  1. A. Deter

    Hallo,

    kann man die Epson-Leinwand auch mit der Photo-Blacktinte bedrucken oder wird es dann flau im Druck?

    Grüße und Danke für diese Seiten, sehr informativ!

  2. Adrian Wackernah

    Man kann die Leinwand auch mit Photoblack bedrucken. Jede Leinwand übrigens. Das Ergebnis ist aber halt sehr flau, da das Photoblack doch deutlich von der Leinwand aufgenommen wird. Die sickert nicht durch, doch ein richtig tiefes Schwarz geht nur mit Mattblack, weil da die Pigmente eben mehr auf der Schicht liegen und dadurch kontrastreichere Bilder ergibt.

  3. A. Deter

    Danke für die schnelle Info! Was halten Sie von den Leinwänden mit einer Satin-Oberfläche (wie z.B. von Rauch das PLC-Leinen Satin), hat natürlich eine leicht glänzende Oberfläche, die aber mit Photoblack wohl einigermaßen gut aussehen soll.

  4. Adrian Wackernah

    Hmm, Geschmackssache. Sicher, der Glanz gibt das Photoblack ein bischen besser wieder, aber selbst die Leinwand lässt sich mit Mattblack deutlich besser bedrucken. Das habe ich vor kurzem mit der satinglänzenden Epson Leinwand probiert.

    Grundsätzlich bekommt man mit Photoblack wirklich ansehnliche Bilder auf Leinwand gedruckt. Da gibt es nichts zu meckern. Und die matte Epson ist da schon verdammt gut. Nur wenn man beide Ausdrucke nebeneinander legt, sieht man deutliche Unterschiede zwischen den mit Photoblack und den mit Mattblack.

    Die PLC-Leinwand von Rauch habe ich nicht probiert, denn als ich vor über einem Jahr auf Epsondrucker umstieg, riet mir damals Carsten Schwarze von der Colorklinik.de davon ab. Von ihm kaufte ich damals meine RIP-Software, und er meinte, mit der PLC bekommt meine akzeptablen Tiefen hin - also deutlich schlechter als auf der Epson Leinwand - egal ob mit Photoschwarz oder Mattschwarz.

    Aber probieren ist hier bestimmt der einzige und sichere Weg.

    In einem späteren Beitrag habe ich auch was von Empfindlichkeit der Oberflächen der Leinwand geschrieben. Hier gilt, mit Mattblack deutlich empfindlicher als mit Photoblack und am unemfpindlichsten mit Mattblack ist die matte Epsonleinwand.

    Grundsätzlich gilt auch, mit Photoblack möglichst wenig schwarze Flächen drucken. Denn alle anderen Farben sind ja identisch. Ein schwarzer Hintergrund um ein Bild oder in einem Bild, da fällt eben doch auf, das Schwarz eben nur Dunkelgrau ist bei Photoblack.

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